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Sulz a. N. Multifunktionsraum wird favorisiert

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Intensiv wird an den Tischen diskutiert. Fotos: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Multifunktionsraum könnte viele Probleme, die die Fischinger mit ihrer Turn- und Festhalle haben, lösen. Die Erweiterung mit einem Anbau wird nach dem Bürgerforum am Mittwochabend im Vereinsheim der Narrenzunft favorisiert.

Sulz-Fischingen. Der Resonanz war überwältigend: Mehr als 80 Bürger, darunter auch viele jüngere, kamen zu der Veranstaltung, die Hans-Ulrich Händel, Beauftragter für Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung der Stadt, leitete. Bürgermoderatoren an den Tischen unterstützen ihn.

Das größte Problem war zunächst, für alle Besucher einen Sitzplatz zu besorgen. So eng es zuging, es wurde konzentriert gearbeitet, diskutiert, und am Ende gab es interessante Lösungen und Ideen.

Thema war die Halle, die energetisch saniert werden soll. Ein Bühnenanbau steht schon länger auf der Wunschliste. Doch wenn dafür 250 000 bis 300 000 Euro investiert werden sollen, dann, fand der Fischinger Jürgen Huber, ist das doch recht viel Geld nur für eine Bühne. Seine Idee, die er nun vor einem größeren Publikum präsentierte, ist, mit einem Anbau einen Mehrwert zu schaffen. Mit der zusätzlichen Fläche hätten die Hallennutzer nicht nur eine feste Bühne, sondern gleichzeitig auch einen Raum, der eine Doppelbelegung ermöglichen würde. Das heißt: Während in der Halle die Fußballjugend trainiert, könnte gleichzeitig im Anbau eine Sitzung stattfinden oder Gymnastik abgehalten werden.

Huber konnte seine Vorstellungen mit Hilfe des Beamers sehr gut veranschaulichen. Den Anbau mit einer Breite von zwölf und einer Länge von 7,5 Metern sieht er auf der Neckarseite vor. Für den Multifunktionsraum auf einer 1,20 Meter hohen Betonplatte errechnete er eine Nutzfläche von 70 Quadratmetern. Hinzu kämen weitere 14 Quadratmeter an Nebenflächen. Innen trennt eine schalldämmende Wand mit einer Tür den auch als Bühne nutzbaren Raum von der Turnhalle ab. Stühle und Tische könnten in Einschüben unter der Bühne gelagert werden. Ein Treppenlift stellt Barrierefreiheit her. Je nach Tisch- oder Stuhlbestuhlung ergäbe der Anbau einen Platzgewinn zwischen knapp 30 und 40 Prozent.

Huber machte klar, dass hinter einem solchen Projekt die Bevölkerung stehen müsste. Die Gründung eines Fördervereins würde unterstreichen, dass die Fischinger die Hallenerweiterung realisieren wollten. Er appellierte, diese Möglichkeit im Zuge der energetischen Sanierung zu ergreifen. Eine solche Chance ergäbe sich sonst lange Zeit nicht mehr.

Dass mit der 1969 – noch vor der Eingemeindung – erbauten Halle sehr viel im Argen liegt, zeigten die auf Zetteln notierten Mängel. Da wurde moniert, dass das Stuhllager ein Ärgernis sei und überhaupt nicht den Sicherheitsbestimmung entspreche. Zusätzliche Lagerräume, etwa für Sportgeräte oder Musikinstrumente, seien nicht vorhanden, sodass die Behindertentoilette noch zu Lagerzwecken benutzt werde. Die Lautsprechertechnik fehle, ebenso eine Überdachung zwischen Schule und Halle. Wenn die Schüler ihr Essen holten, regne es ihnen bei schlechtem Wetter in die Suppe.

Eine Gruppe hat sich mit Hubers Vorschlag eines Multifunktionsraums auseinandergesetzt. Gefragt wurde nach einem Außenzugang, der nötig sein könnte. Kommen mehr Leute in die Halle: Reichen dann noch die Küche, Toiletten und Nebenräume aus? Nicht zuletzt würden zusätzliche Parkplätze benötigt.

In der letzten Runde ging es um die Lösungen: Ein Multifunktionsraum könnte, so die Anmerkungen, etliche Probleme beseitigen, angefangen vom mangelnden Stauraum bis zu mehr Platz für Besucher und zusätzlichen Belegungen.

Es gab aber auch weitergehende Vorschläge. Ein Einwand war, dass der Anbau eigentlich nur eine halbe Lösung wäre. Eine Tischgruppe empfahl, das Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen einer Sanierung und einem Abriss sowie Neubau der Halle zu untersuchen. Das fand, wie am Ende die Punkteverteilung zeigte, die zweitgrößte Zustimmung. Weitere Ideen gingen dahin, noch eine Empore in die Halle einzubauen oder den Anbau gleich auf der gesamten Hallenbreite vorzusehen. Ein Fußgängerüberweg könnte die Parkplätze auf der anderen Neckarseite beim Sportheim zugänglich machen.

Eine sehr deutliche Mehrheit der Teilnehmer am Bürgerforum sprach sich für den Multifunktionsraum aus. Diesen will auch der Fischinger Heimat- und Kulturverein finanziell unterstützen. Der Musikvereinsvorsitzende Ralf Schon lud den Sulzer Gemeinderat und Bürgermeister Gerd Hieber zum Weihnachtskonzert am 8. Dezember ein, um sich in der Halle ein Bild vor Ort zu machen.

Ortsvorsteherin Rita Seitz zeigte sich in ihrem Schlusswort "hoch zufrieden" mit den Ergebnissen. Damit könne man auftreten. Sie kündigte an, dass sich damit der Ortschaftsrat bei seiner nächsten Sitzung beschäftigen werde, um sie dann, rechtzeitig vor den Haushaltsplanberatungen, dem Gemeinderat vorzutragen. Eine breite Basis sei nun da: "Wir haben eine gute Ausgangsposition", ist die Ortsvorsteherin überzeugt.

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