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Sulz a. N. Mit Zuversicht ins kommende Jahr

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Bürgermeister Gerd Hieber hatte 2020 zusammen mit seinem Team viele Herausforderungen zu meistern.   Foto: Meene Foto: Schwarzwälder Bote

2020 –­ ein Jahr wie kein anderes. Durch die Pandemie wurde das wirtschaftliche und politische Leben enorm eingeschränkt. Wie die Stadt Sulz mit dieser unerwarteten Herausforderung umgegangen ist, berichtet Bürgermeister Gerd Hieber in einem Rückblick auf das Jahr.

Sulz. Das Jahr hat wie jedes andere Jahr begonnen. Der planmäßige Einstieg änderte sich dann jedoch Ende Februar durch die Corona-Pandemie abrupt, wie der Bürgermeister Gerd Hieber im Gespräch mit unserer Zeitung berichtete. "Seitdem ist die Welt nicht mehr wie vorher", sagt der Bürgermeister.

Im Frühjahr waren die Auswirkungen der Pandemie in Sulz dann erstmals deutlich zu spüren. Durch mehrere Ausbrüche in Altersheimen und Betrieben und die dadurch hohe Fallzahl war die Stadt gezwungen, schnell zu reagieren. Frühzeitig wurden Veranstaltungen abgesagt, der Einzelhandel und die Gastronomie eingeschränkt und die Öffnungszeiten des Rathauses reduziert.

Als eine der ersten Städte im Bund führte Sulz aufgrund der Spitzenposition an Infektionszahlen eine allgemeine Maskenpflicht in öffentlichen Bereichen ein. "Das hat im großen Maß dazu beigetragen, die Fallzahlen reduzieren zu können", blickt Hieber zurück. Der Stadt sei es gelungen, die Situation in Sulz schnell in den Griff zu bekommen. Dies sei nur durch die große Bereitschaft der Bürger möglich gewesen, die die Maßnahmen schnell angenommen, umgesetzt und akzeptiert haben, zeigt sich der Bürgermeister dankbar.

Ein bemerkenswertes Beispiel zur Bekämpfung der Pandemie sei dabei auch der Arbeitskreis Infektionsschutz gewesen. Zu einem frühen Zeitpunkt hat die Stadt diesen Arbeitskreis eingerichtet, aus Mitgliedern der Verwaltung, der Feuerwehr, der Polizei, aber auch aus Vertretern des Gewerbes und der Pflege.

Auch der Einzelhandel in Sulz ist von der Krise schwer getroffen. Mit der Aktion "Sulz bringt’s" wurden schnell Abholmöglichkeiten organisiert, welche von der Bevölkerung gut genutzt wurden. "Beide Seiten waren sehr dankbar", sagt Hieber als Resümee zu dieser Aktion. Dadurch habe die Bevölkerung die Möglichkeit gehabt, sich weiterhin umfassend regional zu versorgen und gleichzeitig die lokalen Händler zu unterstützen.

Engagement war groß

Auch das Bürgerengagement in der Stadt sei durch die Pandemie nicht zu stoppen gewesen, das zeigte die erfolgreiche Umsetzung eines Bürgertreffpunktes in diesem Jahr. Bei dem Nähprojekt "Sulzer Maultäschle" wurden dank dem Einsatz von Ehrenamtlichen etwa Tausend Alltagsmasken genäht. "Das war eine schöne Aktion, die gezeigt hat, dass Corona eine neue Herausforderung ist. Es bringt nichts, die Dinge zu beklagen, sondern man muss damit umgehen und konstruktiv nach vorne gehen können", findet Bürgermeister Hieber.

Die Nutzung neuer Technologien sei in diesem Jahr durch die Pandemie in den Vordergrund gerückt. So wurde beispielsweise eine telefonische Beratungsstelle und auch eine Telefon-Betreuung für Kinder aller Ortsteile eingerichtet. "Wir wollen alle Generationen mitnehmen und positiv mit der neuen Herausforderung umgehen"­, so Hieber.

Die ehrenamtlichen Tätigkeiten seien besonders in diesem Jahr wichtig gewesen, weiß der Bürgermeister: Beispielsweise die Feuerwehr, die Anfang des Jahres FFP2-Masken an Altenheime verteilte, oder das Rote Kreuz, das die Entstehung der Impfzentren begleitete.

Auch für die Vereinslandschaft sei das Corona-Jahr eine besondere Herausforderung gewesen: Viele der Aktivitäten und Veranstaltungen, die zu normalen Zeiten das kulturelle Leben in einer Kommune ausmachen, mussten in diesem Jahr abgesagt werden. "Das ist schon etwas, was Sorge macht. Vereine sind im hohen Maße für das gesellschaftliche Leben in der Stadt verantwortlich. Das liegt im Moment alles brach" , bedauert Hieber.

Klimaschutz bleibt Thema

Corona hat eine große Auswirkung auf die Wirtschaft. Trotzdem sei die Stadt bei dem Entschluss geblieben, an den geplanten Projekten und Investitionen in den kommenden Jahren festzuhalten, betont Hieber. Auch in diesem Jahr konnten planmäßig viele Projekte realisiert werden. Beispielhaft hierfür nennt Hieber etwa den Dorfgemeinschaftsraum in Holzhausen, den neuen Spielplatz auf der Schillerhöhe und das schnelle Internet, das an allen Schulen eingerichtet wurde. Für 2021 sind unter anderem die Fertigstellung des Kinderhauses in der Kernstadt, die Fassadensanierung des Wasserschlosses in Glatt und ein Bürgertreff in der Dürrenmettstettener Ortsmitte geplant.

Auch der Klimaschutz ist für Bürgermeister Hieber weiterhin eines der wichtigsten Zukunftsthemen in Sulz. Das Ziel der Stadt sei, die Verbrennung von fossiler Energie zu reduzieren und bestmöglich zu ersetzten, um somit den CO2-Ausstoß zu minimieren. Ein Vorzeigeprojekt hierfür sei der Neubau der Sozialstation im Sulzer Kastell, welche in Zukunft über das Nahwärmenetz versorgt werden soll. Und auch weitere städtische Einrichtungen sollen diesem Beispiel der nachhaltigen Energieversorgung folgen. "Dort liegt das größte Potenzial für den Klimaschutz", findet Hieber.

Die städtischen Ziele für das kommende Jahr sind für den Bürgermeister ganz klar: 2021 will er mit Mut und Zuversicht angehen. Er wünsche den Bürgern Kraft, um gemeinsam die Pandemie besiegen zu können. Er hofft, dass im kommenden Jahr wieder ein Normalzustand erreicht werden kann, dies sei jedoch nur möglich, wenn alle optimistisch bleiben und ihren Beitrag dazu leisten.

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