Die Ortschaftsräte besichtigen den kritischen Zustand der Wand im Renfrizhauser Feuerwehrgerätehaus. Foto: Heidepriem Foto: Schwarzwälder-Bote

Westwand des Feuerwehrgerätehauses in Renfrizhausen droht einzustürzen

Sulz-Renfrizhausen (wh). In keinster Weise übertrieben war die Darstellung von Feuerwehrkommandant Helmut Mutschler bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung: Die Renfrizhauser Räte überzeugten sich am Samstag beim Ortstermin von der katastrophalen Situation der Westwand des Feuerwehrgerätehauses.

Die Räte waren regelrecht entsetzt, in welcher Schräglage sich die Wand befindet. Durch ständigen Wasserdruck und "unsachgemäßes Verhalten" sei es dazu gekommen.

Die Situation an der Westwand hat sich nun weiter verschlechtert. So sind mehrere Tragbalken durch das Wasser morsch geworden und kaum mehr in der Lage, ihre Funktion auszuüben. Die Keilsituation einer Fachwerkwand dürfte das einzige sein, was noch alles zusammenhält.

Die Stadt hat lediglich Metallträger bei zwei durchgehenden Balken eingebaut, ein dritter Metallträger wäre wichtig, um die Mindest-Sicherheit zu gewähren. Nach Aussage von Ortsvorsteher Burkhard Pyroth gibt es seitens der Stadt eine Abmachung, um die ersten Arbeiten in Angriff nehmen zu können. Diese seien wegen des Anbaus der Nachbarin allerdings nur in der Scheune möglich.

Wie weit tatsächlich ein Auftrag vergeben wurde, wusste der Ortsvorsteher nicht, da man bei der Stadtverwaltung offensichtlich sauer auf die Renfrizhauser sei, die sich mit der aktuellen Situation nicht mehr zufrieden geben wollten.

"Wir können nicht zufrieden sein", stellte Ortschaftsrat Wolfgang Szabady fest. Bei einem der Löcher, die durch herausgeschlagene Riegel entstanden sind, ist genau zu erkennen, dass die Nut- und Federbretter wohl nur Sichtschutz von der anderen Seite her sind. Alle waren erstaunt, dass auch die Mitbesitzerin der Wand noch ruhig schlafen kann.

Bei einem anderen Loch ist zu erkennen, dass mit Wellkunstsofftafel verhindert werden soll, dass noch mehr Dreck und Schutt weggespült wird.

Die Ortschaftsräte verlangen nun konkrete Aussagen der Stadt. Offenbar gebe es zwischen den beiden Parteien einen Rechtsstreit, doch die letzten Informationen über den Stand der Dinge sind in Renfrizhausen noch nicht angekommen.

Die Ortschaftsräte schauten sich auch die Ursache des Übels hinter dem Gebäude an. Da wurde offensichtlich durch Anlegen eines kleinen Gartens soviel Wasser in Richtung Haus gelenkt, dass irgendwann die Katastrophe eintreten muss.

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