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Sulz a. N. Maßnahmen kommen an

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Der Coronavirus beschäftigt auch die Sulzer. Bürgermeister Gerd Hieber lobt das Verhalten der Bürger. Foto: Hoppe

Bürgermeister Gerd Hieber gab am Mittwochabend ein Pressegespräch. Sämtliche Fragen rund um die Corona-Krise wurden geklärt. Eine gute Nachricht gibt es für alle Eltern: Die Kindergartengebühren werden zunächst für den Monat April ausgesetzt.

Sulz. Auch im Bürgersaal wurde der Sicherheitsabstand von zwei Metern penibel eingehalten. Neben Bürgermeister Gerd Hieber informierten Sibylle Kinzel, Pflegeleiterin der Sozialstation Sulz, Frank Börnard, der bei der Stadt Sulz für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, sowie Hauptamtsleiter Hartmut Walter über die Corona-Lage in der Stadt.

Hieber lobte die Arbeit der Sozialstation: "Die ambulante Pflege hat mehr Aufmerksamkeit in diesen Zeiten verdient", betonte er. Sibylle Kinzel merkte an, dass aktuell 85 Mitarbeiter auf rund 350 Klienten verteilt sind. "Wir haben aber rund zwei neue Pflegeanfragen pro Tag", berichtete sie. Die neuen Pflegeanfragen sollen auch nach und nach angenommen werden. Innerhalb der Sozialstation gebe es aktuell keinen Corona-Fall, sollte dies geschehen, stehe ein Notfallplan bereit.

"Die geforderten Hygienevorschriften halten wir ein. Unsere Mitarbeiter sind mit Mund- und Nasenschutzmasken ausgestattet. Außerdem haben wir bereits neue Schutzausstattung bestellt". Diese lasse allerdings auf sich warten. Gespendete "Einmal-Mundschutzmasken" werden daher gerne entgegengenommen (Telefon 07454/ 96 50 27). Kinzel bedankte sich bei allen Mitarbeitern der Sozialstation für ihren Einsatz.

Viele Maßnahmen für den Corona-Schutz hat auch die Stadt Sulz getroffen. So tagt ab sofort einmal die Woche die "Arbeitsgruppe Infektionsschutz". Mit dabei sind neben Hieber und drei Amtsleitern auch Vertreter der Polizei und der Feuerwehr. "Auch weitere Mitarbeiter können je nach Bedarf dazukommen", so Hieber.

In Schulen und Kindergärten wurde eine Notbetreuung eingerichtet. Die Notkindergärten in Kastell und Renfrizhausen zählen aktuell 14 Kinder, die Notschule besuchen fünf Schüler. "Selbstverständlich werden die Gebühren auch für die Notbetreuung für den Monat April ausgesetzt", betonte der Bürgermeister.

Die Aktion "Sulz bringt’s", initiiert vom Handels- und Gewerbeverein und von der Stadt, kommt gut an. "Wir haben einen sehr leistungsfähigen Einzelhandel", merkte Frank Börnard an. Auch die Plakate, die auf dem Sulzer Wochenmarkt auf den notwendigen Abstand aufmerksam machen, würden gut funktionieren. Trotzdem seien weiterhin Mitarbeiter des Ordnungsamts vor Ort präsent, sagte Börnard.

Gut angenommen werde der Versorgungsdienst des DRK für Senioren. "Etliche Helfer haben sich auch bei der Stadt gemeldet und Hilfe angeboten", berichtete Börnard. Man würde darauf zurückkommen, sobald sich die Nachfrage ausweitet.

Die Arbeit innerhalb des Rathauses habe sich ebenfalls verändert, sagte Hauptamtsleiter Hartmut Walter. Viele Mitarbeiter seien im Home-Office, ansonsten arbeitet immer nur ein Mitarbeiter in einem Büroraum. Hieber erklärte das Schichtdienst-System bei der Stadtverwaltung: "Es gibt ein A- und ein B-Team, die sich abwechseln." So eine Regelung gebe es auch für die Mitarbeiter des Bauhofs.

Die gelben Säcke seien im Windfang des Bürgerbüros ausgelegt, informierte Walter. Beim Abholen sollte man weiterhin auf den ausreichenden Sicherheitsabstand achten.

Was die geplante Gemeinderatssitzung am kommenden Montag angeht, wird diese nicht verschoben. Grund dafür sind die geplanten Fachzuschüsse für diverse Projekte. "Vor diesem Hintergrund können wir es uns angesichts der enormen finanziellen Folgen schlichtweg nicht leisten, projektbezogene Beschlüsse und vor allem Vergaben materiell rechtswidrig zu tätigen", so Hieber in einem Brief an das Innenministerium. Die Sitzung soll wie bereits die vergangene in der Stadthalle stattfinden, da nur so ausreichend Abstand eingehalten werden könne.

Trotzdem bleibt zu bedenken, dass 60 Prozent der Mitglieder des Gemeinderates vom Coronavirus zu schützen sind, ganz egal ob dies am Alter, an Vorerkrankungen oder an Berufen im pflegerischen Bereich liegt. Diesen Punkt sieht auch der Bürgermeister kritisch und schreibt deshalb an Innenminister Thomas Strobl (CDU). Denn eine Sitzung via "Skype" entspreche laut der Gemeindeordnung nicht der persönlichen Anwesenheit der Gemeinderäte.

Wie sich die Situation entwickle, sei abzuwarten, sagte Hieber. Die Stadt hat auf jeden Fall schon erhebliche Maßnahmen im Zuge der Corona-Epidemie getroffen. "Die harten Einschnitte sind notwendig, um die Epidemie überhaupt zu bewältigen", betonte Hieber. Dennoch hob er hervor, dass es sich um eine dynamische Situation handle, die jeden Tag neu betrachtet werden müsse.

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