Fortbildung der besonderen Art: Die Jugendgruppe beim Fliegenfischen-Lehrgang mit Harald Drewitz.Archiv-Foto: Schwind Foto: Schwarzwälder Bote

Nachwuchsarbeit: "Der Wahnsinn in rot" feiert Jubiläum / Viele Aktionen rund um Umwelt und Natur

Als vor zehn Jahren der damalige Schriftführer im Fischinger Fischereiverein, Herold Schwind, beschloss, sich um die Vereinsjugend zu kümmern und eine Jugendgruppe zu gründen, wusste noch niemand, wo die Reise hinführt.

Sulz-Fischingen. Heute, zehn Jahre später, können die Fischer mit Stolz behaupten: Es hat sich gelohnt. So kam mit der Gründung der Jugendgruppe am 26. März 2011 Leben in den Fischereiverein. Die Jungfischer versteckten sich nicht und waren überall dabei.

Unvergessen bleibt das erste Fischlerennen bei den Heimattagen 2013, an dem die Jugend maßgeblich beteiligt war. Spätestens ab diesem Zeitpunkt schloss die Bevölkerung den Nachwuchs ins Herz. Der Fischereiverein Fischingen möchte mit der Jugendarbeit erreichen, dass sich Kinder und Jugendliche für eine gesunde Umwelt einsetzen.

Gleichzeitig möchte der Verein vermitteln, dass es Gesetze in der Fischerei gibt und wie diese dazu beitragen, künftig das Leben in den Gewässern zu erhalten.

Die Jungfischer wurden nur zwei Jahre nach der Vereinsgründung in den Verein aufgenommen. Aus den fünf Gründungsmitgliedern war die Gruppe kurzzeitig auf zwölf Jungfischer angewachsen, damals über ein Drittel der aktiven Mitglieder.

Im Jubiläumsjahr 2021 sind es noch acht. "Jungfischer im Verein – echt cool" ist ihr Leitspruch, das Markenzeichen ein rotes T-Shirt.

Unter dem Motto "Angeln in Theorie und Praxis und jede Menge Spaß, wer das verpasst, der verpasst das Beste", kann man die erfolgreiche Jugendarbeit überschrieben.

Erste Erfolge

Nach fünf Jahren trug die Jugendarbeit erste sichtbare Erfolge. Gründungsmitglied Enrico Fay war der erste Jungfischer, der mit 18 Jahren ausschied und sich gleich bereit erklärte, zusammen mit Herold Schwind die Gruppe zu leiten. Später tauschten die beiden die Rollen. Um dem Nachwuchs die bestmögliche Ausbildung zu bieten, begaben sich die beiden Jugendbetreuer regelmäßig auf Schulungen.

Herold Schwind brachte recht schnell Strukturen in die Jugendarbeit. Im Jungfischerjahr wurde ein vier Wochen-Rhythmus bei den Treffen angestrebt. Jungfischertag, Sommerzeltlager und Jahresabschlussfeier waren wichtige Säulen. Von Anfang an gehörte aber auch der Jungfischertag zum Jahresprogramm dazu. Hinzu kommen noch Arbeitsdienste wie der Besatz mit Jungfischen. Die "Aqua-Fisch" rund ums Angeln in Friedrichshafen wurde ebenfalls besucht. Das "Prinzenfischen" kam hinzu, der Jungfischerausflug, das Ostereiersuchen und die Winter- und Maiwanderung finden statt. Die Landes- und Bezirksjugendzeltlager wurden besucht. Regelmäßige Gewässerprüfungen stehen ebenso auf dem Programm wie der Bau von Nisthilfen für Vögel. Im Winter gibt es Fliegenbinden, Eislaufen und Kino.

Ein Vierwochenprojekt gibt es mit der Grundschule in Fischingen. An vier Nachmittagen geht es mit den Grundschülern auf Erkundung des Lebensraums Neckar. Bei einem Treffen war sogar ein Filmteam vor Ort.

Als einziger Fischinger Verein nimmt die Jugendgruppe schon ein paar Jahre am "Sulzer Sommer Spaß" teil, dem Sommerferienprogramm der Stadt Sulz, mit dem Thema "Ein Tag als Jungfischer".

Zu einem Erfolg wurde das dreitägige Jubiläumsfest der Fischinger Jungfischer im Jahr 2016. Nach dem Herrichten des Zeltplatzes machten sie sich ans "Prinzenangeln". Am zweiten Tag beim Festakt zum fünfjährigen Bestehen im "Farrenstall" gab es neben Festreden einen bebilderten Rückblick. Als Highlight wurde eine 36-seitige Jubiläumsbroschüre gedruckt.

Ein Kraftakt für den kleinen Fischereiverein, war die Ausrichtung des Bezirksjugendzeltlager im Mai 2016. 64 Nachwuchsangler verbrachten vier Tage in Fischingen, um Spaß zu haben und zu lernen.

Von der "Alten Garde" ist jetzt im Jubiläumsjahr niemand mehr dabei. Enrico Fay und Herold Schwind sind bei der Hauptversammlung Anfang September vergangenen Jahres nach fast zehn Jahren ausgeschieden. Wo der weitere Weg hingeht, liegt nun in den Händen des neuen Jugendleiters Daniel Schlaak.

Allerdings bremst ihn im Moment das Corona-Virus aus. Deshalb gibt es auch noch kein Programm. Ob es eine Jubiläumsfeier gibt, und in welcher Form ist momentan auch noch unklar.

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