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Sulz a. N. Immer das Wohl der Bürger im Blick

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Zahlreich sind die Dürrenmettstetter zum Abschiedsfest gekommen. Vorne von links: Renate und Robert Trautwein, Bundestagsabgeordneter Volker Kauder, Landtagsabgeordneter Stefan Teufel und Sonja Effinger Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

39 Jahre Kommunalpolitik hat Robert Trautwein hinter sich. Gestern Abend ist er in der Dürrenmettstetter Gemeindehalle verabschiedet worden. Mehrere Redner würdigten seine Verdienste um das Gemeinwohl.

Sulz-Dürrenmettstetten. Ortsvorsteher Siegfried Dölker begrüßte zahlreiche Besucher, darunter den Bundestagsabgeordneten Volker Kauder, Landtagsabgeordneten Stefan Teufel, Bürgermeister Gerd Hieber, CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Bronner, Trautweins Vorgänger als Ortsvorsteher, Karl Jäkle, und Pfarrer Wolfgang Müller. Der Ortschaftsrat sei sich einig gewesen, Robert Trautwein in einem feierlichen Rahmen mit den Mettstetter Bürgern und politischen Weggefährten zu verabschieden, erklärte Dölker bei der Begrüßung.

Für den Abend hatte er vergeblich versucht, die Stundenzahl zu ermitteln, die im Verlauf von fast 40 Jahren angefallen sind. Die langen Amtszeiten sprengten jede Statistik, meinte Dölker. Das große Engagement konnte er nur damit erklären, dass Robert Trautwein es gerne für "Mettstett gemacht" hat. Dabei sei es sicher nicht immer das reinste Vergnügen gewesen, "der Verbindungsmann zwischen den Bewohnern unseres Bergdorfs und der Verwaltung in Sulz zu sein." Allen könne man es nicht recht machen. Trautwein habe aber, so wie er es gesehen habe, in 15 Jahren als Ortsvorsteher immer das Wohl für Dürrenmettstetten und seine Bürger im Blick gehabt. Ein aktives Ortsleben, der Zusammenhalt der Einwohnerschaft sowie ein starkes Vereinsleben seien ihm immer sehr wichtig gewesen. Daran habe er sich auch aktiv beteiligt.

In einem humorvollen Bilder-Rückblick veranschaulichten Dölker, Reinhard Kießling und Mirjam Kirschbaum, was Robert Trautwein in fast 40 Jahren für Dürrenmettstetten geleistet hat. Stationen waren seine Heirat 1972, zwei Jahre später die Wahl zum Sportvereinsvorsitzenden, 1980 wurde er in den Ortschaftsrat und 1989 in den Gemeinderat gewählt. 2004 war "Schlüsselübergabe im Dürrenmettstetter Rathaus: Trautwein löste Karl Jäkle als Ortsvorsteher ab. Mit ihm zusammen habe er den ganzen Flecken umgegraben, erinnerte Dölker an den Ausbau der Ortsdurchfahrt Mitte der 1990er-Jahre. Schnelles Internet, der Anschluss der Wasserversorgung an die Reinau und die Flurbereinigung waren weitere Meilensteine.

Die Dürrenmettstetter Kinder konnten zu so später Stunde nicht kommen. Sie sagten per Video Tschüs. Die Grundschüler sangen ein irisches Segenslied, die Kindergartenkinder "Unser Robert ist der Beste der Welt".

Dass eine Ortschaft einem scheidenden Ortsvorsteher ein großes Fest bereite, sei keine Selbstverständlichkeit, sagte Bürgermeister Gerd Hieber. Das sei als Beleg dafür zu werten, dass Trautwein in seiner Amtszeit "eine ganze Menge richtig gemacht" hat. In fast 40 Jahren habe er die Geschicke der Ortschaft und der Gesamtstadt Sulz maßgeblich mitgestaltet und damit einer stadtpoltischen Ära den Stempel aufgedrückt. Der Spagat von Dürrenmettstetten nach Sulz sei ihm dabei gut gelungen.

Bundestagsabgeordneter Volker Kauder, der auch für Stefan Teufel sprach, war ebenfalls von dem fröhlichen Fest mit so vielen Gästen beeindruckt. "Es ist das Ergebnis einer Lebensleistung", betonte er. Robert Trautwein habe Dürrenmettstetten zu seiner "persönlichen Angelegenheit" gemacht. Er sei ein Vorbild für junge Menschen, aber auch für die CDU. Kauder und Teufel hatten als Geschenk einen Obstbaum mitgebracht. Ein weiteres Grußwort hielt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Tobias Bronner.

Robert Trautwein zeigte sich überwältigt von dem Abend. Sein besonderer Dank galt seiner Frau Renate und der Familie sowie Sigrid Steinwand, die von Beginn seiner Ortsvorsteherzeit an ihm mit Wissen und Können eine unverzichtbare Stütze gewesen sei. Die lange ehrenamtliche Tätigkeit habe neben den schönen Stunden auch andere gebracht. "Was hängen geblieben ist, ist die Erinnerung an die vielen Begegnungen mit den Menschen, die ich nicht missen möchte", sagte er. Es sei nicht möglich gewesen, "allen alles recht zu machen". Dafür bitte er um Verständnis.

Für die musikalische Umrahmung sorgten der Gesangverein und der Posaunenchor. Einen Überraschungsauftritt hatte der Familienchor mit dem Lied "Rathaus ade".

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