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Sulz a. N. "Ich bin einfach gerne draußen"

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Lara Dieterle mit Silbermedaille und Urkunde. Da ist auch Markus Römpp ganz schön stolz. Foto: Alt Foto: Schwarzwälder Bote

Wer bei Späth Gartenpflanzen in Hopfau einkauft, wird seit Kurzem von einer Preisträgerin beraten. Auszubildende Lara Dieterle belegte jüngst beim Berufswettbewerb der Junggärtner auf Bundesebene den zweiten Platz.

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S ulz-Hopfau. Lara Dieterle strahlt über beide Ohren. Nur wenige Tage ist es her, seit die 19-Jährige zusammen mit zwei Kommilitonen beim Bundeswettbewerb der Junggärtner abräumte und den zweiten Platz belegte. Mit ihr freuen sich noch zwei, die am Talent ihrer Auszubildenden vom ersten Tag nicht den geringsten Zweifel hatten: Gärtnereichef Jochen Späth und Markus Römpp.

Dabei war zunächst einmal auch ein bisschen Glück notwendig. Denn die Initiative zur Teilnahme an dem Wettbewerb, der in diesem Jahr auf der Bundesgartenschau in Heilbronn stattfand, ging von der Berufsschule in Freiburg aus, die Lara besucht. "Ich hatte gerade Blockunterricht, sonst hätte vielleicht ein anderer am Wettbewerb teilgenommen", erzählt Lara. Dabei maß sie sich zunächst mit anderen Auszubildenden im Regionalbereich, ehe der Landeswettbewerb und schließlich der Bundeswettbewerb folgten. Dort mussten sich Lara und ihr Team mit den antretenden Auszubildenden aus den weiteren 15 Bundesländern messen.

Gestellte Aufgaben sind vielfältig

"Sie hat sich aus 6000 Auszubildenden durchgesetzt, das verdient Respekt", lobt Jochen Späth. Zuletzt, beim Wettbewerb auf Bundesebene, waren es noch 80 Teilnehmer. Die Aufgaben, die es zu meistern galt, lagen nicht alle im Wohlfühlbereich der jungen Frau. Als Auszubildende einer Baumschule war die Gestaltung eines Grabes natürlich fremdes Terrain. "Keiner aus meinem Team hatte so etwas schon mal gemacht", erzählt Lara. Da galt es also, sich in die Materie reinzuknien und sich selbst zu erarbeiten, was andere Azubis – beispielsweise aus dem Bereich Floristik – mit links machen. Aber es lief für das Team Baden-Württemberg. Weitere Aufgaben waren Pflanzenschutz, das Erkennen von Gemüsesorten und Säften und sogar eine Upcycling-Aktion gab es. "Wir dachten schon, dass wir relativ gut sind. Dass wir aber unter die ersten drei kommen – damit haben wir nicht gerechnet", erzählt Lara. Ihr Chef nickt anerkennend.

"Wenn die Auszubildende einen solchen Preis bekommt, dann stellt man fest, dass in der Ausbildung was gut laufen muss", fügt Späth hinzu. Und Römpp lobt: "Lara ist eine besondere Auszubildende." Lara laufe nicht nur im Tagesbetrieb mit, sondern übernehme Verantwortung. Wenn das Personal knapp sei, schmeiße sie den Laden einen halben Tag auch mal alleine, wie Römpp erzählt.

Ausbildung alles andere als einfach

Lara habe sich hervorragend entwickelt. Dabei sei die Ausbildung zu Beginn alles andere als einfach gewesen. Die vielen Pflanzen, ihre lateinischen Namen und so weiter hätten erst einmal gelernt werden müssen. Heute läuft das von allein.

Für ihren Arbeitsplatz bei dem Vorzeigebetrieb in Hopfau nimmt die 19-Jährige so einiges in Kauf: den täglichen Arbeitsweg etwa – denn Lara wohnt in Mötzigen und fährt jeden Tag ins Glatttal. Und die Berufsschule in Freiburg ist auch nicht gerade um die Ecke. Seit Anfang September ist Lara übrigens im dritten Lehrjahr und wird die Berufsschule, Fachsparte Baumschule, in Offenburg besuchen.

Warum Lara überhaupt sich für eine Ausbildung in einer Gärtnerei entschied? "Draußen ist es einfach schön. Ich bin gerne draußen, das war schon immer so." Zuhause baue ihre Familie Gemüse an, da habe sie immer mitgeholfen. Ein Praktikum in einer Gärtnerei folgte und schließlich die Bewerbung bei den Späths in Hopfau. "Wir haben in der Regel einen Auszubildenden. Aber das muss schon passen. Mit Gewalt bilden wir nicht aus", sagt Späth. Bei Lara sei die Wahl da nicht schwer gefallen. Da hatte der Chef wohl den richtigen Riecher.

Silbermedaille und Urkunde

Für den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb der Junggärtner gab’s für Lara neben einer Silbermedaille und einer Urkunde – Unterzeichnet von der Schirmherrin des Wettbewerbs Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner – einen Gutschein für eine Weiterbildung in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg (Hessen). "Das ist eine gute Sache", findet der Chef. Was Lara dort lernt kommt nämlich auch dem Betrieb zugute und da schließt sich der Kreis.

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