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Sulz a. N. Hotel InPark wird größer als geplant

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Diese Hotelanlage soll im interkommunalen Gewerbegebiet "InPark A81" entstehen. Foto: Gulden

Sulz - Vielseitig und vor allem groß soll es werden - das geplante Hotel "InPark". Es wird den baulichen Lageplan überschreiten. Über die entsprechenden Befreiungen entschied der Zweckverband "Interkommunales Gewerbegebiet InPark A81 Sulz a.N. - Vöhringen".

Fitnessräume, ein Wellness-Bereich und ein Bäcker, auch für die Öffentlichkeit zugänglich, ein Restaurant, Konferenzraum sowie 103 Zimmer und Suiten auf drei Ebenen - das Hotel soll dem interkommunalen Gewerbegebiet "InPark A81" Leben einhauchen. Bevor das Projekt gestartet werden kann, gilt es, ein paar Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Pläne ragen über Vorgaben hinaus

Michael Gunesch, Stadtbauamt Sulz, präsentiert den Lageplan. Darauf ist deutlich zu erkennen, dass zwei Gebäudeecken in Richtung Bertha-Benz-Straße aus der festgelegten Baufläche herausragen. Auch dürfen maximal zehn Prozent der Parkplätze außerhalb des Baufensters liegen, wie Gunesch erklärt. "Diese sind bei weitem überschritten." Nicht nur in die Breite sprengt der Bau das Fenster. Er werde die zulässige Gebäudehöhe auch um einen Meter überschreiten. Damit wird auch der Fahrstuhl um einige Zentimeter länger als erlaubt.

"Es sind also einige Befreiungen vom beschlossenen Lageplan nötig", zieht Gunesch das Fazit. Um dies zu ermöglichen, werden Bahn und Flugsicherheit angehört. "Die zusätzlichen Parkplätze liegen im Schutzstreifen für Bahnleitungen und die Schneise von Flugzeugen liegt auch in diesem Bereich." Als Fläche für Parkplätze biete sich der Ort jedoch an.

Unternehmen wolle den Standort so attraktiv wie möglich gestalten

"Wie kommt es, dass die ›Kartal Group‹ aus Vöhringen, die mit der Entwicklung und Realisierung des Projekts betraut wird, das Baufenster überschreitet?", kommt die Frage aus den Reihen der Sulzer und Vöhringer Verbandsmitglieder. Schließlich habe das Unternehmen Erfahrung mit der Planung von Hotelanlagen.

"Wir haben die Fläche so bekommen, wie die Stadt sie uns zur Verfügung stellen kann", erklärt Geschäftsführerin Eveline Kartal. Und die Lage sei schwierig. Da die meisten Gäste mit dem Auto anreisen, werde die Menge an Parkplätzen erfahrungsgemäß gebraucht. Das Unternehmen wolle den Standort so attraktiv wie möglich gestalten. Und das brauche Platz. Eine Versorgung in Sachen Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und Infrastruktur sei nicht vorhanden und müsse nun von Grund auf geschaffen werden. "Ein Restaurant und ein Bäcker sind geplant. Wir wollen nicht zu viel errichten, damit kein Überangebot entsteht", stellt Kartal klar. Das regionale vorhandene Angebot in den umliegenden Orten werde gebraucht. "Wir fragen auch zuerst die hiesigen Bäcker, ob einer in das Hotel einziehen will. Erst wenn das nicht der Fall ist, kommt der ganze Rest dran."

Verkehrsnetz muss noch geschaffen werden

Uneinigkeit gibt es in der Frage nach den öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Bushaltestelle sei angedacht, wenngleich sie in der Planung noch nicht fest verortet ist. Wo der Bus herkommen soll, steht noch nicht ganz fest. "Schon 2012/13 wurde das Nahverkehrsnetz vom Landkreis überarbeitet und Sulz hatte das neue Gewerbegebiet damals schon angemeldet", erinnert sich Stefan Hammer, Bürgermeister von Vöhringen. Bei Landkreis und Busunternehmen sei bekannt, dass es eine Versorgungslücke gebe. Da die Linie, die in Frage käme, sich jedoch selber trage, habe die Stadt kein Mitspracherecht in Sachen Haltestellen. "Und der InPark ist nicht interessant genug, weil es noch im Aufbau ist." Er findet den Mangel an Unterstützung der verantwortlichen Instanzen "enttäuschend".

Über das öffentliche Verkehrsnetz werden sich zu gegebener Zeit Gedanken gemacht. Nun geht es um den Beschluss zur Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans. "Man muss überlegen, was Sinn macht", erklärt der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber mit Blick auf die Flächenüberschreitungen. "Und hier macht es Sinn." Dementsprechend fällt die Abstimmung aus. Der Zweckverband stimmt sämtlichen Befreiungen einstimmig zu.

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