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Sulz a. N. Hochwasserschutz: Bald starten Vermessungen

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Bedrohlich ist das jüngste Hochwasser noch nicht. Bei einem 100-jährlichen Ereignis kommt es aber zu Überschwemmungen in der Fischinger Ortslage. Foto: Steinmetz

Sulz - In Fischingen starten demnächst Vermessungen zum Hochwasserschutz. Daniel Elsässer vom Regierungspräsidium Freiburg und Planer Michael Haug stellten gestern Abend dem Gemeinderat zwei Varianten vor.

Ziel ist der Schutz der Ortslage vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis (HQ 100). Davon ist Fischingen noch ein ganzes Stück entfernt. Zu Überschwemmungen in der Talaue komme es bereits bei einem zehnjährlichen Hochwasser, sagte Haug. Berücksichtigt werde bei den Maßnahmen ein "Klimazuschlag", außerdem sollen Gewässeraufweitungen auch ökologisch und hinsichtlich der Zugänglichkeit des Neckars aufgewertet werden.

Erste Variante: Flutmulde soll Wasser auffangen

Diese sind nach der ersten Variante vorgesehen. Hinzu kämen Flutmulde, Hochwasserschutzmauern, Dämme und Objektschutz. Eine aktive Nutzung der oberen Talwiesen, die Räumung des Brückenfelds und Gewässerverlegung könnten die Maßnahmen ergänzen, um letzten Endes den Wasserspiegel des Neckars abzusenken.

Zweite Variante: Mauern und Dämme

Die Variante zwei sieht eigentlich nur Hochwasserschutzmauern und Dämme sowie Objektschutz vor. Sie hätte den Vorteil, dass weniger Flächen benötigt würden. Die beiden Alternativen werden miteinander verglichen: Wird ein ausreichender Hochwasserschutz ermöglicht? Wie sieht es mit der Realisierung aus? Stehen dafür genug Grundstücke zur Verfügung? Wie hoch sind die Kosten? Beim Neckar handelt es sich um ein Gewässer erster Ordnung. Das Land übernimmt daher grundsätzlich 70 Prozent der Kosten, die Stadt Sulz die restlichen 30 Prozent.

Schätzle: Hochwasserschutz darf Nachbargemeinden nicht in Gefahr bringen

SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Schätzle beurteilte den Bau von Dämmen kritisch: Zum einen schützten sie vor Hochwasser, zum anderen leiteten sie das Wasser schnell weiter Richtung Horb. Bürgermeister Gerd Hieber versicherte allerdings, dass nicht mehr Wasser abgeleitet und die Unterlieger somit nicht stärker belastet würden. Durch Hochwasserschutz dürften Ober- und Unterlieger nicht benachteiligt werden, fügte Elsässer hinzu.

Als nächstes werden Vermessungen und Baugrunduntersuchtungen erforderlich, berichtete Stadtbaumeister Reiner Wössner. Es werden hydraulische Berechnungen angestellt, bevor es zur Vorplanung und Variantenentscheidung sowie der Entwurfsplanung kommt. Wössner kündigte einen "Spaziergang" in Fischingen an, bei dem den Anwohnern die jeweiligen Maßnahmen vorgestellt werden. Voraussichtlich wird dies nach den Sommerferien der Fall sein. Ralf Kreher (CDU) zeigte sich froh darüber, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen in Fischingen jetzt anlaufen.

Noch nicht so weit ist man im Mühlbachtal. Herbert Kehl (FWV) fragte nach dem Stand. Nach Auskunft von Wössner müssten im Bereich des Mühlbachs zuerst noch die Pläne für den Grunderwerb erarbeitet werden.

 
 

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