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Sulz a. N. Historisches mit Lokalkolorit

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Jürgen Hartmanns neues Stück spielt auf dem Wöhrd (im Hintergrund). Foto: Steinmetz

Sulz - Räuber Hannikel, aufgeführt auf der Ruine Albeck, war Jürgen Hartmanns Erstlingswerk. Jetzt hat er ein zweites Stück geschrieben: "Die Tote vom Wöhrd".

Die Aufführung ist wieder Open-Air geplant, und zwar, wie schon der Titel nahelegt, diesmal auf dem Wöhrd. Es ist ein historisches Kriminalstück: Hartmann verlegte die Handlung in die Blütezeit der Sulzer Salzsiederei. Das Historische kommt gut an, weiß er, vor allem dann, wenn noch Lokalkolorit mit dabei ist.

Der Autor hat, wie schon für das Hannikel-Theaterstück, viel im Archiv recherchiert. Zwar ist die Geschichte erfunden, doch der geschichtliche Hintergrund stimmt. Das gilt auch für die meisten Namen, etwa für den Schultheißen Hans Jakob Schott, der zusammen mit seinem Büttel Friedrich Solleder letzen Endes den Mörder überführt.

Es kommt auch der Ingenieur Heinrich Schickhardt vor, den Jürgen Hartmann selber spielen will. Aber das ist nur eine kleine Rolle. Er führt in erster Linie Regie und studiert zusammen mit den bewährten Schauspielern der Theatergruppe der Narrenzunft das sulzerisch-schwäbische Mundartstück ein.

Zum Inhalt: Die junge Flößertochter Eva Steinle, die als Hausmagd in einer Sulzer Siederfamilie diente, wird im Jahr 1599 von Büttel Solleder tot hinter der Siedehalle aufgefunden. Sie ist erschlagen worden.

Es gibt natürlich Verdächtige. Einer davon ist der reiche Salzsieder Lentz Ruoff, der anscheinend auch in windige Holzgeschäfte verwickelt ist und den Vater der Ermordeten betrogen haben soll. Sein Sohn und dessen Geliebte Afra, Freundin der Ermordeten, wollen herausfinden, wer wirklich hinter dem Holzschwindel und möglicherweise hinter dem Mord steckt. Was sich abgespielt hat, kommt nach und nach ans Tageslicht.

Für Hartmann war klar: "Wenn ich wieder etwas schreibe, dann nochmals etwas Historisches." Im Herbst vergangenen Jahres hat er mit dem Kriminalstück angefangen. Nach vier Monaten reiner Schreibzeit, verteilt auf ein Jahr, ist das Werk fertig geworden.

Geplant ist die Aufführung im Juli kommenden Jahres, entweder eine Woche vor oder nach dem Kinderfest. Der Wöhrd bietet sich als Aufführungsort nicht nur deswegen an, weil dort früher die Gradierhäuser standen. Das hat auch einen pragmatischen Grund: Hier kann die Narrenzunft das Sonnensegel des Musikvereins aufhängen.

Die Zuschauer müssen übrigens, wie schon bei Hannikel auf der Ruine Albeck, wieder wandern, um die Handlung mitverfolgen zu können.

Hartmann hat außerdem vor, ein Floß bauen zu lassen. Das wird sicher ein Blickfang sein.

Jedenfalls darf man auf das zweite Sulzer Historien-Theaterstück im wahrsten Sinne des Wortes gespannt sein. Geplant sind insgesamt vier bis fünf Vorstellungen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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