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Sulz a. N. "Hintergärten"-Anlieger sehen Neubaugebiet kritisch

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Sulz-Renfrizhausen (ah). Viele Bürger aus Renfrizhausen, auch Ortsvorsteher Reiner Kimmich und die Ortschaftsräte, begrüßen das geplante Wohngebiet "Hintergärten" in Renfrizhausen. Für die Anlieger der Zufahrtsstraße, die hinter den Häusern liegt, ist es dagegen eine Katastrophe. "Warum soll gerade hier das neue Baugebiet hin kommen", lautete die Frage bei der Ortschaftsratsitzung am Donnerstag. Die Anlieger machten deutlich, dass sie die Entscheidung nicht so einfach hinnehmen wollen.

Selten war der Sitzungsraum des Rathauses in Renfrizhausen so gut gefüllt. Bei der Bürgerfragestunde trugen Siegmar Kimmich, Rolf Wörner und Bernd Ruckenmüller ihre Argumente vor, um am Ende einen kleinen Deal auszuhandeln. Die Machbarkeitsstudie, die bereits im März dieses Jahres in Auftrag gegeben wurde, soll noch einmal überprüft werden.

Reiner Kimmich versprach, dass er dies so nach Sulz weiter geben wird. Ob die Studie, die viel Geld gekostet hat, gekippt werden kann, ist fraglich. Siegmar Kimmich, Sprecher der Anlieger, hatte im Vorfeld der Ortschaftsratsitzung mit Bürgermeister Gerd Hieber Kontakt aufgenommen. Dieser habe ihm erklärt, dass der Aufstellungsbeschluss, der vom Ortschaftsrat gewünscht ist, vom Gemeinderat gefasst werden muss. Danach komme das öffentliche Verfahren, bei dem auch die Anlieger ihre Bedenken äußern könnten.

Ortsvorsteher Reiner Kimmich verdeutlichte, warum der Ortschaftsrat das Baugebiet möchte und dieses nach Vorschlag der Verwaltung auf den Weg gebracht hat. Die Ortschaft sei nur noch im Besitz von zwei Baugrundstücken und muss viele Bauwillige aus dem Ort vertrösten.

Ortsvorsteher Kimmich mahnte bei der Bürgerfragestunde, sachlich und sauber miteinander umzugehen. Niemand sei begeistert, wenn sich in der Nähe seines Grundstücks Veränderungen ergäben. Der Weg vom "Marktstein" hinauf würde nach dem Ausbau der Straße natürlich stärker befahren, doch in der Regel seien dies nur die Bewohner des neuen Wohngebietes und die üblichen Fahrzeuge. Durch die geografischen Unterschiede merke so mancher der acht Anwohner gar nichts vom stärkeren Verkehr. Lediglich in der Umbau-Phase könne es eine zeitlich begrenzte Baulast geben.

Kimmich machte deutlich, dass auch die Gesamtsituation betrachtet werden müsse. "Egal, wo ein neues Wohngebiet entsteht – es wird Verkehr geben." Die Emotionen kochten lediglich hoch, als Ortschaftsrat Tobias Gäckle darauf einging, dass so mancher der Anwohner mit seiner Bepflanzung bis zu drei Meter in den öffentlichen Bereich hineinrage. Hier wurde darauf verwiesen, dass beim Kauf des Grundstücks den Besitzern versprochen wurde, dass es in diesem Bereich nicht mehr weiter gehe. Die Ruhezone hinterm Haus gibt es nach dem Beginn des Ausbaus nicht mehr. Dass es in Renfrizhausen nicht mehr viele Möglichkeiten gibt, neue Wohnungen zu finden, das wurde auch von den Bürgern erkannt. Am 2. Dezember steht dieses Thema auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

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