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Sulz a. N. Hieber: Bürger nicht ernst genommen

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Das Projekt Rathausumbau in Glatt ist zwar noch nicht gestorben, aber zunächst mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Dem Umbau des Glatter Rathauses zu einem "Rat- und Bürgerhaus" räumte der Gemeinderat Priorität ein. Die Bürgerschaft hatte ein "hervorragendes Konzept" erarbeitet. Doch jetzt wurde das Projekt durch den gescheiterten Zuschussantrag vorerst gestoppt.

Sulz. Die Stadtverwaltung hatte einen Antrag für Mittel aus dem Programm Entwicklung ländlicher Raum (ELR) gestellt. Warum er nicht genehmigt wurde, ist sowohl für Bürgermeister Gerd Hieber als auch Ortsvorsteher Helmut Pfister unverständlich. Normalerweise hätte aus ihrer Sicht alles passen müssen. Eigentlich ein "klassischer Fall für einen ELR-Antrag", meint Bürgermeister Gerd Hieber im Gespräch mit unserer Zeitung. Er zitiert aus den Antragsunterlagen: Demnach werden mit Mitteln aus diesem Topf Projekte gefördert, die den Ortskern beleben und eine wohnortnahe Versorgung bieten. Besondere Bedeutung wird einer aktiven Bürgerbeteiligung zugemessen. Klimaschutz ist ein weiteres Kriterium. Alle diese Punkte treffen auf das Vorhaben in Glatt zu. "Da haben wir gesagt, das ist ein Paradebeispiel für ELR", so Hieber.

Die Ernüchterung folgte: Das Regierungspräsidium sah das ganz anders. Lediglich der im Rathaus geplante Mehrzweckraum sei förderfähig, nicht jedoch die übrigen Bereiche. So hielt die Freiburger Behörde einen neuen Raum für das DRK nicht für zuschusswürdig. Das Rote Kreuz werde nicht als eine engagierte Gruppe, sondern als ein "millionenschweres Unternehmen" eingestuft. Fördermittel für das Rathaus hätte es dagegen nur bei einer Neuordnung, etwa durch eine Zusammenlegung von zwei Ortsverwaltungen, geben können. Richtlinien könne man zwar auslegen. Hieber stört sich aber daran, dass die im Ort entwickelten Überlegungen von Seiten des Regierungspräsidiums offensichtlich nicht ernst genommen wurden. "Da brauchen wir keine Bürgerbeteiligung", ärgert er sich.

Bei Kosten, die sich bei dem geplanten Umbau auf eine Million Euro zubewegen, ist eine Förderung nur des Mehrzweckraums zu gering. Das habe dazu geführt, dass der Gemeinderat das Projekt zunächst einmal nicht im Haushalt aufnehme. Gestorben ist es aber noch nicht: Man werde schauen, wie man es weiterbringe. Hieber: "Es gilt, dicke Bretter zu bohren.

Ortsvorsteher Helmut Pfister versteht ebenfalls nicht, dass bei der Entscheidung über den Antrag die Bürgerbeteiligung keine Rolle gespielt hat. "Das Konzept war prima", und für die Planungsleistungen sei auch schon viel Geld reingesteckt worden. Drei Jahre lang sei nun "umsonst geschafft" worden.

Ursprünglich war es in Glatt nur darum gegangen, Räume für die Jugend zu finden. Die erste Idee war, sie im Farren­stall unterzubringen. Aber weil das Rathaus dringend energetisch saniert werden müsste, gingen die Überlegungen viel weiter. Statt in den Farrenstall sollte dann der Jugendraum im Rathaus integriert werden.

Das Stadtbauamt legte schließlich ein auf Bürgeranregungen basierendes Raumprogramm vor. Das liegt nun auf Eis. "Wir kriegen es schon hin, aber es dauert", ist Ortsvorsteher Pfister optimistisch. Hieber verweist auf das Bürgerzentrum in Sigmarswangen. Da sei man auch nicht beim ersten Mal durchgekommen.

Für die Jugend ist immerhin eine Zwischenlösung gefunden worden. Sie erhielt einen Raum im Wirtschaftsgebäude des Wasserschlosses. Den nutzten jedoch nur die Zwölf- bis 13-Jährigen. Die Älteren halten sich in einem Bauwagen auf.

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