Verein droht ohne Vorsitzenden die Auflösung / Außerordentliche Versammlung Ende April

Sulz (st). Der Vorsitzende der Eigentümergemeinschaft, Theo Dittmann, und sein Vize Klaus Kitzlinger hatten schon im Vorfeld der Hauptversammlung von "Haus und Grund" vergeblich nach einem Nachfolger an der Spitze gesucht. In der Sitzung fand sich ebenfalls kein Freiwilliger. Ohne Vorsitzenden wird der Verein in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 28. April aufgelöst werden.

 

Dittmann versuchte bis zuletzt, die verschenkten Möglichkeiten aufzuzeigen, die der Vorsitzende der Eigentümerschutz-Gemeinschaft "Haus und Grund“ wahrnehmen könnte. Ihm selber fehle dazu aus beruflichen Gründen die Zeit, erklärte Dittmann, weshalb er den Vorsitz abgeben möchte.

Eine der Aufgaben des 1968 gegründeten Vereins ist die Förderung des Zusammenschlusses aller Haus- und Grundeigentümer von Sulz und Umgebung sowie die Beratung und Belehrung. Mittlerweile werde "Haus und Grund" jedoch nur noch als Beratungsinstanz wahrgenommen, bedauerte Dittmann. Er wünschte sich indes, dass die Mitlgieder sich als Interessenvertretung öffentlich zu Wort melden. In diesem Zusammenhang gab er bekannt, ein Daimler-Testgelände zu befürworten.

Nicht nur nach einem neuen Vorsitzenden suchte der Verein vergeblich, auch für den Schriftverkehr, das Büro und die Kasse fand sich niemand. Einzig Horst Baiker wollte sich für das Amt eines Beisitzers zur Wahl stellen.

Finanziell hat der Verein gut gewirtschaftet und konnte Rücklagen bilden.

Der Rechtsbeistand des Vereins, Alfred Seifriz, berichtete von der Insanspruchnahme der Beratungen: Drei bis fünf Ratsuchende kämen pro Sprechstunde. Vor allem, wenn menschen ihre Miete nicht mehr zahlen könnten und das Sozialamt ins Spiel komme oder Zwangsräumungen beschäftigten Vermieter.

Kompliziert werde es beim Nachbarrecht, wenn beide Parteien Nachbarn Mitglieder bei "Haus und Grund" seien.

Zudem riss Alfred Seifriz ein Problem an, das die Eigentümer einer Eigentumswohnung als Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft betrifft. Diese müsse einmal jährlich eine Versammlung abhalten, dort werde mit Stimmenmehrheit abgestimmt.

Mangels Nachfolger stellte Dittmann die beiden Möglichkeiten des Vereins – Fusion oder Auflösung – zur Diskussion. Da eine Fusion teurer als eine Auflösung wäre, wird die letztere Möglichkeit anvisiert, falls sich bis zur außerordentlichen Versammlung am 28. April kein Nachfolger findet.