Betrifft: Versammlung zum Thema Kindergartenschließung am 5. Juni im Glatter Sportheim

Betrifft: Versammlung zum Thema Kindergartenschließung am 5. Juni im Glatter Sportheim Die Stadt Sulz muss sparen. Aber muss das bei den Kindern sein? Sieht so die Strukturförderung im ländlichen Raum aus? Bei der Versammlung Glatter Bürger im Sportheim wurde die zu erwartende Kosteneinsparung bei Ortsvorsteher Fleiner und auch beim anwesenden Stadtrat Kopp kritisch hinterfragt. Dabei kam dann heraus, dass sich Personalkosteneinsparungen von 75000 Euro bis 150000 Euro, bei einem Gesamthaushalt der Stadt von 27 Millionen Euro, realisieren lassen. Allerdings müsste dann in Hopfau die jetzige Schule zum Kindergarten umgebaut werden. Des Weiteren müsste die Schule in Dürrenmettstetten ebenfalls saniert werden. Ich schätze diese Kosten mal vorsichtig auf eine Million Euro. Sieht so sparen aus? Müssen die Bürger in Rage gebracht werden, obwohl die ganze Diskussion eigentlich überflüssig ist. Das Land beabsichtigt den Stellenschlüssel ab 2013 in Kindergärten wieder zu senken, die Kosten steigen also gar nicht. Die Stellungnahmen der Gemeinderatsfraktionen CDU, FWV und SPD/GAL widersprechen dem Vorschlag des Arbeitskreises deutlich. Wie kam dieser dann zustande? Hat der Arbeitskreis vielleicht nur eine Alibifunktion, und wurde das Ergebnis von der Stadtverwaltung vorgegeben? Im Ortschaftsrat Glatt gab es einige Anfragen bezüglich des weiteren Bestehens des Kindergartens. Ortsvorsteher Fleiner machte hier immer geltend, dass der Kindergarten in Glatt nicht zur Disposition stehen würde. Wurden die Ortsvorsteher zum Schweigen verpflichtet? In einigen Gesprächen, auch mit Ortsvorsteher Fleiner, wurde mir angedeutet, dass sich Ortsvorsteher zur Stadtverwaltung loyal verhalten müssen. Was soll das? Die Verwaltung ist für die Bürger da, nicht umgekehrt. Wenn der Kindergarten in Glatt geschlossen wird, sieht es für die Zukunft schlecht aus. Die Kinder müssen mit dem Bus nach Hopfau gebracht werden. Manche Eltern wollen dies aber nicht, sie werden ihre Kinder lieber außerhalb von Sulz zu einem Kindergarten bringen – hier muss Sulz dann den Abmangel bezahlen. Familien werden wegziehen, Zuzüge wird es keine mehr geben. Glatt wird zum Museumsdorf. Neben dem Kultur- und Museumszentrum können dann auch Senioren besichtigt werden, aber nur für kurze Zeit, denn auch diese werden nicht ewig leben, und Nachwuchs gibt es keinen mehr. Helmut Pfister Sulz-Glatt