Kassierer Timo Holst und Vorstand Thomas Freund vom Narrenverein Sulz Foto: Stapel Foto: Schwarzwälder Bote

Corona: Sulzer Narrenverein startet Videoprojekt / Nachwuchs erhält ein Präsent

Diese Woche ist was los beim Narrenverein Sulz. Die neue Homepage ist online, es gibt ein neues Retro-Video und es wird ein Hexenfest gefeiert. Kassierer Timo Holst und Vorstand Thomas Freund haben unserer Zeitung einige Neuigkeiten verraten.

Sulz. Der Narrenverein Sulz ist kreativ unterwegs, um den Mitgliedern trotz der Coronakrise eine schöne Fasnet zu ermöglichen. "Wir sind mehr als dankbar für unseren IT-Held Andreas Flohr", betont Holst. "Er hat alles Technische für uns geregelt." Sein Schmuckstück: die neue Homepage der Narrenzunft. Darüber werden die Fasnetsfreunde, und solche die es noch werden wollen, über alles Aktuelle informiert.

"Aber mal ganz ehrlich", meint der Kassierer und schmunzelt. "Ich hätte niemals gedacht, dass das so viel Arbeit ist. Ich bin mehr beschäftigt, als ich sonst während der Hauptfasnetssaison war." Der Narrenverein stellt auf der Internetseite verschiedene Fasnetsvideos zur Verfügung. "Der Schnitt ist das eine, aber wir müssen auch die Tonspuren extra aufnehmen", sagt Holst. "Unter den Masken versteht man das sonst einfach schlecht."

Auslieferung des Fasnetsbiers im retro Stil verfilmt

Diese Woche folgt ein Neues Video über die Fasnetsbieraktion. "Wir haben die Auslieferung der Kisten in einem retro Stil verfilmt, angelehnt an Charly Chaplin", schildert Holst. "Es ist viel Produktionsaufwand, aber es macht uns auch richtig Spaß." Es sei einfach viel Vorbereitung nötig und dadurch mehr Arbeit. "Wenn wir live auftreten, ist es ein geplanter Termin, der einfach passiert. Manchmal geht auch was daneben, dass möchte man online natürlich vermeiden."

Fasnet sei jetzt zum "Denkprozess" geworden, meint Freund. "Man muss neue Ideen entwickeln, um Fasnet auch von Zuhause erlebbar zu machen. Aber so ganz ohne menschlichen Kontakt hat es das noch nie gegeben. Es ist anders. Aber Weihnachten und Ostern sagt man auch nicht einfach ab." Was schwer ist, seien die laufenden Änderungen. "Was heute erlaubt ist, kann morgen verboten sein", erklärt Freund.­

Aber der Narrenverein lässt sich den Spaß nicht nehmen. "Gesellig geht auch virtuell", sagt Holst. "Erst planen wir die Themen und dann wird die Konferenz zum Online-Stammtisch. Man tauscht sich aus und lacht viel. Das hält einen einfach dabei."

Der Narrenverein veranstaltet am kommenden Samstag eine Premiere: ein online Hexenfest. "Anmelden kann man sich auf unserer Homepage, man braucht nur eine Internetverbindung, Essen und gute Laune." Holst verrät noch etwas: "Wir planen gerade ein Videoprojekt zur Hauptfasnet mit allen Narrenzünften von den Sulzer Stadtteilorten. Ich bin erfreut, dass sich alle gemeldet haben."

Thomas Freund fügt hinzu: "Wir haben auch unseren Nachwuchs nicht vergessen, und dafür als Verein auch Geld in die Hand genommen." Geplant ist ein Turnbeutel gefüllt mit einer Maske, einem Loop-Tuch, Button, Aufkleber und Malbuch sowie Süßigkeiten.­ "Damit die Eltern sich mit ihren Kindern zuhause auch mit Fasnet beschäftigen können, da aufgrund von Corona ja auch keine Schulbefreiungen stattfinden dürfen."

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: