Der neue Pfarrplan hat auch Auswirkungen auf Bergfelden. Zu sehen ist hier die Remigiuskirche. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Kirche: Pfarrplan 2024 bringt Veränderungen mit sich

Sulz-Bergfelden. Der "Pfarrplan 2024" hat auch Auswirkungen auf Bergfelden. Weil eine Vielzahl von Pfarrern in den Ruhestand geht, Mitgliederzahlen der Kirche sinken und damit verbunden sich auch die Steuereinnahmen verändern, versucht sich die Evangelische Landeskirche auf ihre zukünftige finanzielle und personelle Situation vorzubereiten.

 

Der Plan tritt zwar erst 2024 in Kraft, wird jedoch vorher eine Pfarrstelle vakant, wird der Plan für die betreffenden Gemeinden bereits früher wirksam. Die Pfarrstelle für Wittershausen und Sigmarswangen fällt ganz weg. Sigmarswangen wird dann den Sulzer Pfarrstellen, Wittershausen der Bergfelder Pfarrstelle zugeteilt. Das heißt, der Bergfelder Pfarrer wird frühestens mit Freiwerden der Pfarrstelle Wittershausen oder spätestens 2024 die Wittershauser Kirchengemeinde mitversorgen, das ist von der Kirchenleitung bereits festgelegt.

Durch die Stellenkürzung wird es dann auch zu Veränderungen in der Gemeindearbeit kommen. In welchem Rahmen die Gemeinden zusammenarbeiten, kann von den Kirchengremien mitbestimmt werden. Deshalb nahmen die Kirchengemeinderäte von Bergfelden, Wittershausen und Vöhringen in den vergangenen Monaten an einer Gemeindeberatung teil. Es stellte sich die Frage, ob die drei Gemeinden selbstständig bleiben oder ob es auf Gemeindeebene eine Zweierverbindung Wittershausen/Bergfelden oder Wittershausen/Vöhringen oder eine Dreierverbindung Wittershausen/Vöhringen/Bergfelden geben könnte. Die Meinungen, Erwartungen und Visionen der einzelnen Kirchengemeinderatsgremien waren dabei sehr unterschiedlich. Zu bedenken war auch die Attraktivität der künftigen Pfarrstellen bei eventuellen Wiederbesetzungen.

Nach langen Beratungen haben die Kirchengemeinderäte der drei Gemeinden nun Folgendes beschlossen: Es bleiben drei selbstständige Gemeinden bestehen. Wittershausen und Bergfelden werden künftig vom Bergfelder Pfarrer betreut. Alle drei Gemeinden streben eine verstärkte Zusammenarbeit bei verschiedenen Gruppen, Kreisen und Projekten an.

Schnell umsetzbare gemeinsame Aktivitäten sind: Informationen sollen in allen drei Gemeinden bekannt gegeben werden. Regelmäßige gemeinsame Gottesdienste könnten gefeiert werden. Auch gemeinsame Aktionen der Konfirmanden sind denkbar, ebenso Kooperation bei Konzerten, Chören und Gesangsgruppen. Die "Bless the Lord"-Sänger nähmen gern weitere Sänger aus anderen Gemeinden auf und singen auch in Gottesdiensten an anderen Orten.

Längerfristige Planung würde die Einstellung eines Jugendreferenten für alle drei Gemeinden benötigen, ebenso Bibelwochen und gemeinsame Zelttage.