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Sulz a. N. Gäubahnstrecke für Stunden gesperrt

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Foto: Steinmetz

Sulz - Um 8.45 Uhr ist am Montag für den Intercity in Sulz kein Weiterkommen mehr: Er muss wieder zurück Richtung Rottweil fahren, alle Reisenden werden aufgefordert auszusteigen. Sie stehen zunächst einmal völlig ratlos am Bahnsteig.

Ein Zug soll angeblich bei Horb oder Eutingen stehen geblieben sein, hört man. Konkrete Informationen gibt es nicht, vor allem auch nicht dazu, wie es weitergehen soll. Darüber ärgern sich die Betroffenen am meisten. Viele haben das nicht zum ersten Mal erlebt.

"Die hätten Busse schicken können", meint einer der Wartenden. Ein Bus steht zwar parat, und davor bildete sich auch eine Schlange. Der Busfahrer lässt aber vorerst niemanden einsteigen, er telefoniert. Etliche in Sulz Gestrandete steigen derweil ins Taxi. Eine Frau hat das schon einmal erlebt, dass der Zug nicht mehr weiterfuhr. "Bis man die Kosten für die Taxifahrt zurückerstattet bekommt, dauert es Monate", schildert sie ihre Erfahrung. Sie müsste dringend weiter: "Wir haben in Stuttgart um 11 Uhr einen Termin im Konsulat." Den dürfe sie auf keinen Fall verpassen. Andere müssen zur Arbeit. Eine Schülerin ist darauf angewiesen, in Stuttgart noch den Anschluss nach Mannheim zu bekommen. Um 13.45 Uhr, erzählt sie, habe sie in der Schule eine Prüfung. Der Ärger wächst: "Die Bahn kümmert sich um nichts." Die Zugreisenden stehen nun schon seit fast einer Stunde herum. "Wir haben keinen Auftrag bekommen, vielleicht jemand anders", bedauert der Busfahrer. Viele schauen aufs Handy: Vielleicht ist irgendwas im Internet zu erfahren?

"Deutschland ist ein Entwicklungsland, was die Bahn angeht"

Am Bahnsteig steht eine Gruppe. Sie diskutiert über die Unzuverlässigkeit der Deutschen Bundesbahn. Es habe keine Durchsage gegeben. Auch hier Unverständnis. Ein Fahrgast will noch nach Oldenburg kommen, eine Stewardess "nur" bis nach Frankfurt, um ihr Flugzeug zu erreichen. "Das wird nichts mehr", glaubt sie. Die Diskussion wird so langsam politisch. "Deutschland ist ein Entwicklungsland, was die Bahn angeht", meint ein Mann. Plötzlich heißt es am Bus: "einsteigen". "Schienenersatz" zeigt das Leuchtschild an. "Sind Sie der Busfahrer? – Nein, der steht da vorne." Er erklärt gerade anderen Leuten, dass er nur bis nach Horb zum Bahnhof fährt. Von dort müssten die Reisenden irgendwie weiterkommen. Ein zweiter Bus ist angekommen, ein zusätzlicher "Schienenersatz".

"Wir haben eine große Fahrzeugstörung auf der Gäubahn", sagt auf Anfrage unserer Zeitung ein Pressesprecher der Deutschen Bahn. Der Grund: Ein Intercity sei zwischen Horb und Eutingen um 7.56 Uhr liegengeblieben. Als Ursache für Panne wird ein Defekt in der Zugelektronik vermutet. Der Lokführer fuhr, so der Bahnsprecher, den Zug um 9.10 Uhr noch nach Eutingen. Busse seien bestellt worden, um die Bahnkunden weiter zu befördern. Einige Züge mussten umkehren, so auch der Intercity in Sulz sowie einige Regionalzüge.

"Um 9.50 Uhr war die Störung behoben: Seither läuft es normal", teilt der Pressesprecher mit.

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Marzell Steinmetz

Fax: 07454 95806-19

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