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Sulz a. N. Für die Auftritte gibt es von der Jury glatte zehn Punkte

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Die Musiker begeisterten mit ihrem Programm. Foto: Vögele Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz-Bergfelden. Ein außergewöhnliches Konzert hat der Musikverein Bergfelden mit seinem Gast, dem Musikverein Vöhringen, den zahlreichen Besuchern präsentiert.

Bereits die Titel auf dem Programmdruck verhießen etwas Hochwertiges, Feines. Die geweckten Erwartungen erfüllte das dreiteilig angelegte Konzert vollkommen, nicht nur, was die Musikauswahl mit den verschiedenen Stilen betrifft, sondern auch von der Qualität der Ausführung her. Beide Vereine begeisterten mit ihrem Repertoire, gemessen am langen Applaus.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Steffen Strobel gehörte die Bühne den Jungphonikern Bergfelden -Wittershausen. Ihr Leiter Marco Fuentes hatte mit Stücken wie "The Lion King", "The James Bond Theme" oder "Movie Adventures" nicht nur das Können und die Lust am Spielen seiner Truppe gezeigt, sondern auch den Geschmack des Publikums getroffen, da zum Schmunzeln aller, "Pink Panther" beim gleichnamigen Stück mitspielte. Klar, dass die hauseigene Jury glatte zehn Punkte verlieh. Die Zugabe "An Tagen wie diesen" drückte auch die eigene Freude über den gelungenen Auftritt aus.

Der Gastgeber unter René Klaiber gab im zweiten Teil mit "Vita pro Musica" seine eigene Liebeserklärung an die Musik ab. "The Last Giant" – programmatisch erzählte das Stück Takt für Takt die Geschichte eines barbarischen Riesen, der auf dem Wildoner Berg hauste und durch die Schläue einer Wirtstochter beseitigt wurde. Aufregung, Angst bis zur Unheimlichkeit, hervorgerufen durch ungewöhnliche stimmliche Schwingungen in den einzelnen Registern, ausgleitend in ein beruhigendes Ende erreichte beeindruckend die faszinierten Zuhörer.

Mit zwei israelischen Folksongs in ganz anderem Stil, trafen jüdische Klänge aus dem Maghreb auf europäische Musik, dazu noch verbunden mit Bodypercussion. Das Altsaxophon übernahm die gesummte Melodie und übertrug sie auf das Orchester. Klatschend, stampfend, schnippsend wurde das zweite Lied begleitet, von Trompeten, Altsaxophon und Tenorhorn umrahmt bis zum erlösenden Ausruf "Le – chaim!" – "Zum Wohl!". Die wilden 80er-Jahre führten weiter zum klassischen Konzertmarsch von Abel Tasman. Und mit der Zugabe "Pfeffer und Salz" wurde nachgewürzt.

Die Gäste mit ihrem Dirigenten Michael Blocher setzten mit der Toccata in D Minor, einer Rockversion von Bach, das fulminate Hörerlebnis fort. Harmonisch beruhigend erreichte "Palladio" die Zuhörer. Mit vielen Klangeffekten wurde die zehnminütige Komposition "The Devil’s Tower" präsentiert. Lautmalerisch erzählten die Instrumentalisten die Sage über den Teufelsturm in Österreich. Aufrüttelnd, wild, manchmal schrill wurde der Teufel nachgezeichnet, bis er besiegt war. "Welcome to the Jungle" zeichnete die Großstadt Los Angeles nach. Zart und bewegend dagegen brachte "Don’t cry for me Argentina" beim Publikum eine Saite zum Klingen. Zwei Klassiker der Volksmusik gab es als Zugabe.

Durchs Programm führten charmant und gekonnt Romy Beck, Julia Mayer und Jeanine Klaiber.

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