Seit 25 Jahren im Hegring: Ludwig Schrägle (rechts) ehrt bei der Hauptversammlung Dieter und Bernd Hauser sowie Georg Schrön (von links). Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Hegering: Wildkamera gestohlen / Erfolgreiches Sommerfest

Sulz-Bergfelden. Die Bläsergruppe eröffnete unter der Leitung von Bernd Hauser die Hegeringversammlung am Freitag in der "Grünen Au" in Bergfelden. Hegeringleiter Ludwig Schrägle freute sich, dass neue Bläser dazu gekommen sind.

Weniger erfreulich war für ihn, dass im vergangenen Jahr eine Wildkamera zwischen Renfrizhausen und Bergfelden gestohlen worden ist. Damit musste der Feldversuch zu Wildreflektoren nach einem Jahr abgebrochen werden. Mehr als 1000 Bilder sind vor dem Diebstahl aufgenommen worden. Schrägle zeigte Aufnahmen, wie sich einzelne, aber auch Gruppen von Rehen der Straße nähern und sie überqueren. Zwischen 3 und 4 Uhr ist das für das Wild relativ gefahrlos. Um diese Zeit kann es vorkommen, dass eine Stunde lang kein Auto auf der Strecke unterwegs ist .

Vermehrt ist die Räude aufgetreten. In einigen Sulzer Stadtteilen, so in Holzhausen und Dürrenmettstetten, sind kranke Füchse gesichtet worden.

"Wir müssen viele Füchse schießen, um die Räude einzudämmern", appellierte Schrägle. Der Abschuss eines von der Krankheit befallenen Tiers innerorts sei jedoch mit der Polizei und dem Ordnungsamt zu klären.

Schrägle erinnerte an die Veranstaltungen, darunter das Ferienprogramm für Kinder, das wieder ausgebucht war, und das Sommerfest auf der Dicke mit Besucherrekord.

Der Bericht über Wildschäden von Joachim Ehni fiel positiv aus. Die Übernahme der Kosten für die Pächter ist mittlerweile gedeckelt. Alle Schäden seien unterhalb des "Deckels" geblieben. Ehni berichtete, dass die Stadt beschlossen habe, auf Verwaltungsgebühren zu verzichten, bis in der Jagdkasse 40 000 Euro seien. "Es geht gut weiter", stellte er zum Bestand fest.

Im Jagdjahr 2018/19 sind 505 Rehe erlegt worden, 13 Prozent mehr als 2017/18. Deutlich zurück ging dagegen die Zahl der geschossenen Wildschweine, und zwar von 411 auf 191 Stück. Außerdem wurden 28 Dachse und innerhalb der Hegeringgemeinschaft 108 Füchse geschossen.

Auf der Streckenliste des Hegerings befinden sich keine Hasen. Deren Bestand hat, wie Ehni aufzeigte, in den vergangenen Jahren leicht zugenommen. Für das Niederwild bräuchte man aber noch mehr Blühstreifen.

Hans-Jochen Geiger berichtete von einem kleinen Plus in der Kasse. Günter Hund bescheinigte bei der Entlastung dem Vorstand, viel Arbeit geleistet zu haben.

Für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft ehrte Ludwig Schrägle Bernd und Dieter Hauser sowie Georg Schrön. Einen Neuzugang hat es gegeben. Der Hegering habe, so Schrägle, nun 105 Mitglieder.

Am Schluss der Versammlung warnte er vor der afrikanischen Schweinepest. Noch sei sie nicht in Deutschland angekommen. Schrägle befürchtet aber, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Schweinepest die Grenze überschreitet. Er forderte die Jäger dazu auf, tot aufgefundene Wildschweine zu beproben.

Zu Beginn hatte Johann Thum von der Berufsgenossenschaft Landwirtschaft über Unfallgefahren gesprochen. Ausführlicher erläuterte er, was beim Bau von Hochsitzen zu beachten ist.

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