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Sulz a. N. Firma Wössner liefert jetzt auch nach China

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Bernd Neuner-Duttenhofer wird heute 70. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Marzell Steinmetz

Sulz. Wahljahre seien schwierige Jahre für die Möbelindustrie. Das lasse sich betriebswirtschaftlich zwar nicht begründen, "ist aber so", stellte Oliver Gutekunst, einer der beiden Geschäftsführer der Möbelwerke Wössner, gestern in seinem Bericht zur betrieblichen Situation fest. Es habe in der Branche zum Teil sehr starke Umsatzrückgänge gegeben, nicht so bei Wössner. Da habe man das Vorjahresniveau halten können, berichtete Gutekunst. In den Monaten März und April habe man sieben Millionen Euro Umsatz erzielt: "Das ist Anlass zu Optimismus." Könnte man diesen Stand monatlich halten, "hätten wir keine Sorgen mehr". Gutkunst kündigte für die Kölner Messe im nächsten Jahr "spektakuläre Neuheiten" an. Er ist überzeugt, das Umsatzergebnis auch 2014 halten, wenn nicht sogar verbessern zu können. Zumal der Export weiter ausgebaut werden soll. Die Möbelwerke sind bereits in Russland, Österreich und der Schweiz gut vertreten. Hinzu kamen die USA und Großbritannien. Wössner ist jetzt aber auch dabei, in China einen ganz neuen Markt zu erschließen. Das hat sich bei der jüngsten Hausmesse bereits angebahnt. Es liege eine große Bestellung für ein Möbelhaus vor, das in China gerade gebaut werde, teilte Gutekunst mit (über die Jubilarehrung berichten wir noch).

Von Marzell Steinmetz

Sulz-Hopfau. Gekocht hat Bernd Neuner-Duttenhofer schon immer gern. Mit fünf Jahren erfand er sein erstes Rezept. Weil er Marmeladebrot nicht mochte, kreierte er einen eigenen Brotaufstrich – Bauchspeck, gewürfelte Zwiebeln, Petersilien, Pfeffer und Senf. "Das schmeckt", versichert er. Im Fernsehen hat er den Brotaufstrich auch schon vorgestellt: Das sei gut angekommen, sagt Neuner-Duttenhofer, der heute seinen 70. Geburtstag feiert.

In Hopfau wurde er am 29. November 1943 geboren. Nach der Grundschule besuchte er ein Internat am Bodensee, das Abitur machte er am Gymnasium in Horb. "Ich war nie ein glänzender Schüler, aber es hat gereicht", erzählt er. Allerdings nicht zum Medizinstudium: Schon damals habe es den Numerus clausus gegeben. In München studierte er Theatergeschichte, Soziologie und Kunstgeschichte. Eine Doktorarbeit begann er zwar, beendete sie aber nicht. Neuner-Duttenhofer stieg auf Journalismus um und arbeitete für die Zeitschrift "Meine Familie und ich", bei der er die Leitung des Kochressorts übernahm. Später wurde er stellvertretender Chefredakteur. 1985 machte er sich mit seiner Frau Martina Meuth als Journalist jedoch selbstständig. Bundesweit berühmt wurden sie mit ihrer Fensehsendung "Essen und Trinken" zuerst im ARD, dann im WDR. Es war ein ganz neues Konzept für Kochsendungen, die es auch damals schon gab, aber nicht in dem inflationären Maße wie heute im Fernsehen. "Das Interesse am Essen ist gestiegen", erklärt sich Neuner-Duttenhofer diese Entwicklung. Man habe andererseits aber auch den Unterhaltungswert des Kochens entdeckt. Nur führe das nicht unbedingt zum Nachkochen: "Das ist bei uns anders", erklärt Neuner-Duttenhofer den Unterschied zu den Shows der Sterneköche, "wir kochen wie in einem Haushalt". Die Kochrezepte der Hopfauer Fernsehköche sind denn auch gefragt und werden millionenfach abgerufen. In den Fernsehsendungen stellen er und seine Frau die Produktqualität in den Mittelpunkt. Die hohe französische Kochkunst ist für sie nicht unbedingt ein Vorbild. Sie sei für die Haushaltsküche nicht geeignet. Auch einfaches Kochen könne zu guten Ergebnissen führen.

Diese Erfahrung hat Bernd Neuner-Duttenhofer schon in seiner Kindheit gemacht. Seine Mutter und Oma waren allerdings auch gute Köchinnen. So war ihm Kochen gewissermaßen in die Wiege gelegt. In seiner frühesten Kindheit sammelte Bernd Neuner-Duttenhofer auf dem Sommerberg in Hopfau Wildkräuter. Die Milch wurde vom Bauern geholt. Den Rahm rührte er mit Zucker, Kakao und Haferflocken zu einem dicken Brei an: "Das war mein Sonntagsessen.". Bei einem Schüleraustausch in den 1950er-Jahren lernte er erstmals die Küche und die Gaumenfreuden der Franzosen kennen und schätzen. 1966 war er wieder in Frankreich bei einer Familie, die Sinn für gutes Essen hatte. "Von 12.30 bis 15.30 Uhr wurde jeden Tag getafelt, nie unter acht Gängen", erinnert er sich. Das hat bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer zogen 1985 wieder nach Hopfau aufs Apfelgut. Neben den Dreharbeiten ist dort viel zu tun. Den Betrieb hat Neuner-Duttenhofer mit eigenen Apfelsaft-Produkten, die sich auf dem Markt inzwischen etabliert haben, aus den roten Zahlen herausgeführt. 2005 kam zur Verwertung des Obstes noch eine eigene Brennerei dazu.

An Ruhestand denkt er zwar ab und zu mal, wenn es "hart hergeht". Aber es etwas langsamer angehen zu lassen, gelinge nicht. Und zudem: "Wer rastet, der rostet." Für das kommende Jahr sind im WDR weitere Sendungen der Reihe "Essen und Trinken" geplant. Das Bücherschreiben will Bernd Neuner-Duttenhofer auch nicht aus den Augen verlieren. Er plant ein Buch mit seinen "1000 liebsten Kartoffelsalaten". Dann möchte er sich auch noch mit der Geschichte der Herstellung des Pulvers in Rottweil beschäftigen und dabei die Aktivitäten seines Großvaters Max von Duttenhofer aufarbeiten.

 
 

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