Franziska Bailer belegte bei "Jugend forscht" in Nagold einen dritten Platz. Sie beschäftigte sich mit dem Wachstum von Pflanzen. Foto: Geideck Foto: Schwarzwälder-Bote

Franziska Bailer nimmt am Regionalwettbewerb "Jugend forscht" teil

Von Tim Geideck

Sulz/Nagold. Nicht immer alles glauben, was einem die Lehrer erzählen – dachte sich Franziska Bailer und untersuchte selbst einmal das Wachstum von Pflanzen. Damit nahm sie am Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" teil und wurde prompt Dritte.

Im Mathe-Unterricht am Albeck-Gymnasium beschäftigte sich die Klasse von Franziska Bailer vergangenes Jahr damit, welche Pflanzen in welchem Zeitraum wie viel wachsen. "Mich hat interessiert, ob das überhaupt stimmt", wollte die 15-jährige Fischingerin dem auf den Grund gehen. Über ein Jahr hinweg setzte sie im heimischen Garten an Tulpen, Schneeglöckchen und Narzissen den Zollstock an. Schnell umfasste das Experiment 27 Blumen und vier Kräuter.

Alle Ergebnisse wurden von Franziska Bailer dokumentiert und ausgewertet. "Das war die eigentliche Arbeit", sagt sie. Das Ergebnis: Zumindest in diesem Fall irren die Mathe-Bücher nicht. "Bei allen Blumen haben die Ergebnisse durchschnittlich gestimmt, bei manchen sogar exakt", so das Fazit der Gymnasiastin, die sogar mögliche Abweichungen im Schatten nachgeforscht hat. Nachdem sie diese Erkenntnisse bereits ihren Mitschülern bei einem Referat mitgeteilt hatte, bekam Franziska Bailer von einem Lehrer den Tipp, an "Jugend forscht" teilzunehmen. Das sollte sich lohnen, denn beim Regionalwettbewerb in der Nagolder Stadthalle wurde sie dritte. Wichtiger als die Platzierung war der 15-Jährigen jedoch die Erfahrung: "Ich fand’s vor allem interessant."

Und wer weiß: Vielleicht ist sie demnächst wieder bei "Jugend forscht" dabei. Skeptisch wird sie im Unterricht bleiben.

Für sie steht fest: "Wenn ich mal wieder so ein Thema in die Finger kriege, dann mache ich wieder mit."