Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Sulz a. N. Endlich wieder freie Fahrt auf der L  410

Von
Know-how ist beim Auftragen des Spritzbetons gefragt. Davon hängt letztlich die ganze Qualität ab. Foto: Schwind

Sulz-Fischingen/Empfingen - Die Sperrung auf der L 410 (Bolzgraben) von Fichingen nach Empfingen ist aufgehoben. Seit Anfang Juni 2018 mussten die Fahrzeuge aus Fischingen kommend wegen der Sanierung eines Stützbauwerks eine Umleitung über Mühlheim nach Empfingen in Kauf nehmen. Der Verkehr aus Richtung Empfingen kommend wurde einspurig über die Baustelle geführt. Die Arbeiten waren ursprünglich mit der Fertigstellung bis Mitte Oktober 2018 geplant. Zudem verteuerte sich die Maßnahme von ursprünglich 715 .000 Euro auf 970. 000 Euro. Auf Anfrage des Schwarzwälder Boten erklärte Volker Hirt vom Regierungspräsidium Freiburg, dass die Vermehrung der Zuganker von der Stützwand in den Felsen die höheren Ausgaben verursacht haben. "Das war nicht vorhersehbar, sonst hätte man die ganze Mauer freilegen müssen", sagte Hirt. Die zu sanierende Mauerfläche vergrößerte sich von geplanten 600 auf 900 Quadratmeter.

Als vorbereitende Arbeiten wurde zuerst das Erdreich abgegraben, um die Lage der zahlreichen Bohrstellen festzulegen. Danach wurden Spindeln horizontal mit dem Bagger und einer Bohrlafette in den Fels gerammt. Anschließend wurden die Zwischenräume der Bohrungen mit Verpressbeton ausgefüllt. Nach dem Aushärten entstand eine bombenfeste Verbindung zwischen dem Fels und den Stangen. Danach wurde die zu sanierende Wand mit Baustahlmatten armiert und dann mit dem Spritzbeton gefüllt. "Der große Vorteil dieses Verfahrens ist, dass auf eine Schalung und auf den Einsatz eines Rüttlers verzichtet werden kann und so jede Menge Zeit einspart wird", klärt Polier Rene Pflycke vor Ort auf. In die Stützmauer wurden außerdem Entwässerungsbohrungen eingebracht.

Zum Anbringen der Schutzleitplanken wurde ein "Betonbalken" auf die Stützmauer betoniert. Um auch heftigen Stößen – beispielsweise durch den Aufprall bei einem Unfall – standzuhalten, wurden weitere Zuganker zwischen Gurt und Stützmauer gesetzt.

Laut Regierungspräsidium soll die L 410 nun zügig ausgebaut werden. Je nachdem wie schnell die Mittel für die Maßnahme fließen. Das Wasserwirtschaftsamt prüft derzeit zudem, ob die Brücke in der scharfen unteren Kurve, kostengünstiger verdolt werden kann.

Artikel bewerten
3
loading

Ihre Redaktion vor Ort Sulz

Marzell Steinmetz

Fax: 07454 95806-19

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.