Landtagsabgeordneter Dieter Kleinmann überzeugte sich bei einer Besichtigung vom katastrophalen Zustand der Glatttalstraße, auf den die beiden Bürgermeister von Sulz und Dornhan, Gerd Hieber und Markus Huber, schon mehrmals hingewiesen hatten. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder-Bote

FDP-Politiker besichtigen die Glatttalstraße / Kleinmanns Ziel: Bis 2015 muss sie saniert sein

Von Marzell Steinmetz

Sulz/Dornhan. Es gibt noch schlimmere Straßen. Damit warb Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner um Verständnis dafür, dass der Ausbau der Glatttalstraße auf den teuren Teilabschnitten hinten an stehen muss.

Die Bürgermeister Gerd Hieber aus Sulz und Markus Huber aus Dornhan geben sich mit einer solchen Aussage allerdings nicht zufrieden. "Die Leute erwarten zu Recht eine Auskunft darüber, was konkret und in welchen Abschnitten gebaut wird", sagte Hieber bei der Besichtigung der Glatttalstraße am Freitag mit dem verkehrspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Dietmar Bachmann, und dem Landtagsabgeordneten Dieter Kleinmann. Huber kritisierte, dass der Abschnitt Bettenhausen-Hopfau noch nicht einmal im vordringlichen Bedarf des Generalverkehrsplans enthalten sei. Die Glatttalstraße sei für Dornhan die "Lebensader zur Autobahn. Wir haben ein vitales Interesse daran, dass die Straße in einen besseren Zustand kommt", machte er deutlich.

Der Leinstetter Unternehmer Klaus Bronner hatte die Politiker öffentlich unter Druck gesetzt, indem er immer wieder auf den gefährlichen Straßenzustand hinwies. Er erhielt von Tanja Gönner auch eine Antwort: In diesem Jahr würden die Straßendecke der Leinstetter Ortsdurchfahrt erneuert und die Strecke Leinstetten/Bettenhausen ausgebaut, teilte die Ministerin mit.

Eventuell, ergänzte Kleinmann beim Besichtigungstermin, werde nun auch der Abschnitt Leinstetten bis zur Kreisgrenze Freudenstadt saniert. Das sei relativ billig, während der Ausbau Bettenhausen-Hopfau weitaus aufwendiger sei und Millionen Euro verschlingen werde. Der Vollausbau werde vom Land deshalb immer wieder geschoben. Kleinmann steckte jetzt ein politisches Ziel: "Bis 2015 muss die Straße vollkommen saniert sein." Er könnte sich vorstellen, dass das teure Teilstück der Glatttalstraße ab 2012 in drei Teilabschnitten gebaut werde.

Doch auch der Landkreis Rottweil, zuständig für die Straße von Hopfau bis Neckarhausen, müsse etwas tun, forderten die Bürgermeister. Die Kreisstraße sei in einem ähnlich schlechten Zustand. Nur: Außer der Planung werde in diesem Jahr nichts gehen. "Wir sind im Moment nicht liquide genug", sagte Kleinmann als Kreisrat. Geld benötige der Kreis in erster Linie dafür, den Verlust von sieben Millionen Euro bei den Krankenhäusern auszugleichen. Kleinmann ist zuversichtlich, dass nach der Privatisierung der Kreiskrankenhäuser die Kreisumlage bis Sommer wieder reduziert werde. Dann habe man auch mehr finanziellen Spielraum für die Kreisstraßen. "Dieses Jahr passiert etwas", versicherte der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Dietmar Bachmann. Das Land habe für den Straßenbau 35 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt.

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