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Sulz a. N. Ein musikalisches Feuerwerk und ein emotionaler Abschied

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Mit vielen warmen Worten verabschiedet die Kapelle ihren Dirigenten Rainer Kopf. Foto: Schwind Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz-Fischingen. Ein buntes Feuerwerk an Melodien brannten die beiden Musikvereine – ­die Gastkapelle aus Marschalkenzimmern und der gastgebende Musikverein "Gutklang" Fischingen – in einem gut dreistündigen Jahreskonzert in der vollen Fischinger Festhalle ab.

Sichtlich erfreut zeigte sich "Gutklang"-Musikerchef Ralf Schon bei seiner Ansage, dass er endlich beim Jahreskonzert wieder zwei Zöglinge ansagen durfte. Nicolas Schon hatte sich für sein Debüt ein Medley aus Weihnachtsliedern auf dem Flügelhorn ausgesucht. Mit seinem "Ziehvater" Simon Blocher präsentierte er "Jingle Bells" und "Morgen kommt der Weihnachtsmann". Julia Hartmann gab mit "Hippo Hop" ihren Einstand auf der Musikbühne mit der Klarinette. Zusammen mit ihrer Lehrerin Melanie Rebmann-Deuringer gab sie noch das Musikstück "Melodie für Sophia" zum Besten.

Danach stand der Musikverein Marschalkenzimmern auf der Bühne. Die Kapelle, die eigentlich von András Bori dirigiert wird, musste sich wegen Terminüberschneidungen kurzfristig einen anderen Dirigenten suchen. Mit Laszlo Papesch hatten sie keinen Unbekannten mit ins Neckartal gebracht. Mit ihrem ersten Stück, dem "Kaiserin-Sissi-Marsch", kamen sie gleich bestens beim Publikum an.

Mit "New Sounds of disco" machten die Musiker einen Sprung in das Ende der 1970er-Jahre in die Disco-Ära. Für ein Blasmusik-Medley hatte sich die Kapelle vier Evergreens aus dieser Zeit herausgesucht. Den Anfang machte "I’m in the Mood for Dancing", danach folgte als Ruhepunkt das bezaubernde Liebeslied "Lovin You". Nach "You Can’t Hurry Love" von Phil Collins bildete Olivia Newton-Johns Hit "Xanadu" aus dem gleichnamigen Musical von 1980 den Abschluss.

Im vielschichtigen "Ross Roy" wechseln sich tragende, schwere mit durchaus fröhlichen Klängen ab. Flügelhorn-Solist Martin Roth hat mit seinem Titel "My Dream" das Publikum zum Träumen eingeladen. Die feinfühlige, gelungene Unterstützung durch die Musikkapelle rundete den Soloauftritt ab. Den Abschluss widmete die Musikkapelle aus Marschalkenzimmern mit dem großartigen Medley "Queen Chart Hits" der gleichnamigen Band.

Axel Fiedler glänzt

Nun war die Messlatte für die gastgebenden "Gutklang"-Musiker hoch gesetzt. Mit den Märschen aus der Reihe "Pomp and Circumstance" knüpften die Fischinger unter der Leitung von Rainer Kopf aber gleich an das hohe Niveau der Gäste an.

Mit Wildwest-Romantik lehnte sich die Fischinger Kapelle in den berühmten Winnetou-Melodien an die gleichnamigen Romane des Autors Karl May an. Zu der real gespielten Filmmusik schwelgten die Besucher in den weltbekannten Geschichten. Axel Fiedler glänzte an der Mundharmonika.

Mit einem eher seltenen Solo begeisterte der Fischinger Musikvereins-Vorsitzende Ralf Schon auf seiner Tuba. Die Tuba ist das tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente. Sowohl rhythmisch, als auch technisch anspruchsvoll ließ Ralf Schon seine "Lustige Tuba" erklingen.

Das anschließende Konzertwerk, "Hindenburg" von Michael Geisler, erinnerte an die Luftfahrtkatastrophe von 1937 in Lakehurst (USA), als sich die Wasserstofffüllung eines Zeppelins entzündete. Mit diesem Musikwerk wagte sich die Kapelle an die musikalische Umsetzung von einem schweren Thema. die Musiker meisterten aber großartig die Nachahmung der Fahrt mit dem Luftschiff –­ vom majestätischen Schwebezustand bis zum plötzlichen Absturz.

Den Abschluss des ansprechenden Konzert-Programms des Fischinger Musikvereins bildete der Pop-Titel "Eloise" von Paul Ryan aus dem Jahr 1968, der sich in der Interpretation seines Zwillingsbruders Barry Ryan zum Welthit  entwickelte und auch heute noch ein Ohrwurm ist.

Eigengewächs übernimmt

Dem letzten Stück "Moment for Morricone" kam eine ganz besondere Bedeutung zu. Mit dem Lieblingsstück des Dirigenten Rainer Kopf verabschiedete sich die Kapelle von ihm. Den Altstadt-Rottweiler zieht es zurück in die Heimat –­ er wird den Musikverein Bühlingen übernehmen.

Julian Klingenstein verabschiedete ihn als Freund und Vorbild. Vorsitzender Ralf Schon blickte noch einmal auf Kopfs Tätigkeit und die gute Zusammenarbeit zurück. Bei dem emotionalen Abschiedsstück wirkten auch Kopfs Tochter Sabrina und Sohn Elias mit.

Die Zugabe "Starparade" war dann wirklich das allerletzte Stück unter seiner Leitung. Den Dirigentenstab nimmt nun das Eigengewächs Robin Bossenmaier in die Hand und wird die Kapelle übergangsweise leiten.

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