Elly-Heuss-Knapp Schule in Sulz informiert über die verschiedenen Bildungsgänge / Auch Firmen präsentieren sich
Von Marzell Steinmetz
Sulz. "Espanol en dos minutos" – "Spanisch in zwei Minuten": So schnell lernt man die Fremdsprache auch am Wirtschaftsgymnasium nicht. Aber ein paar Wörter zum Alltagsgebrauch sind schnell eingeprägt.
Beim gestrigen Informationstag an der Elly-Heuss-Knapp-Schule gaben die Schüler mit ihrer Lehrerin Nadja Wiedenmann einen Einblick in den Unterricht. Dazu gehörte ein kleiner Spanisch-Kurs für die Besucher, geleitet von den Schülern. Sie erlernen an der Elly-Heuss-Knapp-Schule die zweite Pflichtsprache in kleinen Gruppen und genießen damit einen sehr intensiven Unterricht, der auf den Alltag ausgerichtet ist und bei dem auch viel gesprochen wird. Vier Stunden Spanisch in der Woche stehen im Wirtschaftsgymnasium auf dem Plan.
Ein Klassenzimmer weiter ging es ums "Finanzmanagement", ein Fach, das Mark Adamo unterrichtet. Er hat zusammen mit den Schülern zur Einführung in die Thematik ein Video gedreht. Dabei ging es um Ehekrach, Scheidung und – klar – Streit ums Geld. Im Unterricht werden finanzielle Fragen, die den Alltag betreffen, behandelt. Themen sind unter anderem die Finanzierung eines Autos, Versicherungsverträge oder Erbschaften. Das Ziel ist, dass die Jugendlichen fundierte Finanzentscheidungen selber treffen können. Mehr über die Namensgeberin der Sulzer Berufsschule, war bei einem Quiz zu erfragen. Zwei Teams traten gegeneinander an.
Christina Simon stellte mit ihrer Kollegin eine der Übungsfirmen vor: ein virtuelles Unternehmen, das zwar "ohne reales Geld, aber mit realen Personen und Kontakten" funktioniere. Bei einer Übungsfirma werden Theorie und Praxis miteinander verknüpft.
Gleich im Erdgeschoss war ein "Marktplatz" eingerichtet. Hier präsentierten sich die Ausbildungspartner der Berufsschule. Das sind die Firmen Maffel in Oberndorf, Kipp in Holzhausen und Bosch-Rexroth in Horb. Die Fimenvertreter informierten über die Berufe in ihren jeweiligen Betrieben sowie über die Duale Ausbildung mit den entsprechenden Studiengängen. Vertreten war auch die Arbeitsagentur. In dem Raum konnten die Besucher außerdem ins Gespräch mit den Lehrern kommen. Es gab Informationen über das Wirtschaftsgymnasium in Sulz und das Ernährungswissenschaftliche Gymnasium in Oberndorf, die kaufmännischen Berufskollegs I und II sowie die Berufsfachschulen für Wirtschaft und Hauswirtschaft.
Der stellvertretende Schulleiter Volker Barthel zeigte auf, welche Möglichkeiten die Beruflichen Schulen Oberndorf-Sulz bieten. Beide Einrichtungen fusionierten vor zwei Jahren. Jetzt ist es eine Schule an zwei Standorten mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Während der kaufmännische Bereich in Sulz abgedeckt wird, hat Oberndorf unter anderem eine Metallabteilung, in der praxisbezogen gearbeitet werden kann. Dort sind auch mehr die Naturwissenschaften angesiedelt.