Helmut Hauser ist ein Musikliebhaber. Mehr als 300 seiner Gedichte sind inzwischen vertont worden. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder-Bote

Helmut Hauser ist 85 geworden / Konzertabend in Balingen

Von Marzell Steinmetz

 

Sulz. Ein Konzert der Uraufführungen gab es anlässlich des 85. Geburtstags des in Renfrizhausen gebürtigen Lyrikers Helmut Hauser. In der Balinger Stadthalle traten das Männervokalensemble Zollernalb, die Sängerfreunde Burladingen und der Silcherchor Zollernalb auf. "Wir trinken den Wein" hieß eines der Lieder, passend zum Bild auf dem Programmheft, das Helmut Hauser mit einem Glas Rotwein in der Hand zeigt.

Hauser ist ein Genießer, er mag die Geselligkeit und vor allem den Gesang. Die Chöre trugen Lieder vor, deren Texte aus der Feder Hausers stammen – ein "lyrischer Geburtstagsstrauß", wie es Festredner Ferdinand Kramer aus Uttenweiler formulierte.

"Helmut Hauser lebt in und aus der Heimat", stellte Kramer fest. Er würdigte Hausers Dichtkunst, die gerade Komponisten Impulse gebe. Mehr als 300 seiner Gedichte seien mittlerweile vertont worden. Mit seiner Lyrik ziehe sich Hauser nicht in einen "Elfenbeinturm" zurück, sondern wolle die eigene Freude an andere weitergeben.

Gedichte erschließen sich aber nicht sofort, erklärte Kramer, sie verlangten einen Aneignungsprozess. Das gilt, wie er erläuterte, auch für Liedtexte. Die innere Freude entwickle sich erst aus dem Verständnis dessen, was gesungen werde. Das konnten die zahlreichen Zuhörer des anderthalbstündigen Konzerts dann auch selber nachvollziehen. Immer wieder gab es nach den Vorträgen lautstarken Beifall.

Das Schlusswort hatte Erwin Zillenbiller aus Veringenstadt, der ebenfalls auf Hausers Wortkunst und dessen Musikalität der Sprache einging. Für Helmut Hauser selber war der Gesangsabend ein Beweis dafür, dass der "Männerchor weiterlebt, wenn er "Klangschönheit, Klangreinheit und Klangfülle herüberbringt".