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Sulz a. N. Ein Autoanhänger voll mit Heu

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Adriano Bügler braucht für seine Zirkustiere im Zelt dringend Futter. Foto: Schwind Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz-Fischingen/Rangendingen. Mit der Spontanaktion "Rettet die Tiere" halfen die Fischinger Kleintierzüchter einem in finanzielle Schieflage geratenen, kleinen Familienzirkus in Rangendingen. Als Bernhard Bossenmaier vom Kleintierzuchtverein Fischingen am Samstagmorgen beim Frühstück die Zeitung durchblätterte, fiel ihm sofort der Artikel "Das Futter für die Tiere wird allmählich knapp" auf. Wegen der Corona-Krise sitzt derzeit der kleine Familien-Wanderzirkus "Salto Mortale" auf dem Festplatz in Rangendingen fest. Für Bossenmaier war sofort klar, dass da unbedingt geholfen werden muss. Innerhalb kürzester Zeit organisierte er mit drei weiteren Mitgliedern des Kleintierzuchtvereins einen Transport nach Rangendingen. Zuerst ging es allerdings nach Mühlheim zu einem Landwirt, ebenfalls Kleintierzuchtvereinsmitglied, wo der große Autoanhänger bis unters Dach mit Stroh und Heu beladen wurde.

Bereits von weitem war das rote runde Zirkuszelt mit einer Wagenburg von rund 20 Anhängern und Wohnwagen auf dem Rangendinger Festplatz zu sehen. Vor dem großen langen Zelt, in dem die Tiere untergebracht sind, befand sich unter einer Plane nur noch ein kleiner Heuvorrat. Nach einem lauten Rufen taucht ein junger Mann auf, dem die Verzweiflung in das Gesicht geschrieben stand.

Eigentlich starte die Zirkussaison mit vielen Terminen jetzt erst so richtig durch, erklärte Adriano Bügler. In Rangendingen fanden auch die ersten geplanten Veranstaltungen im neuen Jahr statt. Eigentlich hätte der Zirkus bereits vor einer Woche in Empfingen sein Lager aufschlagen sollen. Doch das Corona-Virus hat der 20-köpfigen Großfamilie, mit eben so vielen Tieren, einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Wir dürfen nicht mehr weiterziehen", erklärt Bügler. Vom Empfinger Ordnungsamt habe man keine Standortgenehmigung bekommen. "Wir dürfen nicht auftreten und müssen da bleiben, wo wir gerade sind", bedauert Bügler.

Zehn Pferde, zwei Esel, drei Ponys, drei Kamele, zwei Lamas, zwei Ziegen und sechs Laufenten muss das Zirkusunternehmen versorgen. Deswegen würden die Einnahmen aus den Veranstaltungen dringend benötigt. Aber auch Lebensmittel für die Zirkusfamilie werden knapp.

Der Rangendinger Bürgermeister Johann Widmaier und die Gemeindeverwaltung lassen den Zirkus weiterhin auf dem Festplatz verweilen. Zudem stellt die Gemeinde in dieser Notsituation Strom und Wasser kostenlos zur Verfügung. Ob die Finanzanträge des Zirkus auf einen fruchtbaren Boden fallen, ist mehr als ungewiss. Adriano Bürgler: "Uns bleibt jetzt nichts anderes übrig als abzuwarten, wie es weiter geht." Dann verabschiedete er sich, nicht ohne ein letztes Mal danke für die Spende zu sagen.  Der Zirkus "Salto mortale" ist für weitere Spenden dankbar. Er braucht dringend Lebensmittel, Windeln für die Kinder, Heu, Stroh Gasflaschen zum Kochen und Heizen.

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