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Sulz a. N. Coronavirus: Masken tragen ist nun Pflicht

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Nur noch mit Masken zum Einkaufen und Abstand halten: Darauf weisen (von links) Hans-Ulrich Händel, Barbara Hägele, Frank Börnard, Bürgermeister Gerd Hieber und Hauptamtsleiter Hartmut Walter auf dem Sulzer Wochenmarkt hin. Foto: Steinmetz

Sulz - Die wenigsten Händler auf dem Wochenmarkt in Sulz tragen eine Gesichtsmaske. Viele Kunden kommen aber schon mit einer Gesichtsabdeckung zum Einkauf auf den Marktplatz. Das war bisher nur eine Empfehlung, ab heutigen Freitag ist es Pflicht.

Bürgermeister Gerd Hieber, Hauptamtsleiter Hartmut Walter, Frank Börnard, Hans-Ulrich Händel und Bernd Scheibke vom Ordnungsamt haben sich unterschiedliche Modelle umgebunden. Hieber ließ sich seine Mund-Nasen-Bedeckung von Bekannten nähen, andere sind gekaufte Produkte. Auf dem Wochenmarkt sieht man verschiedene Varianten. Das Ordnungsamt lässt auch Schals oder ein umgebundenes Tuch gelten. Hauptsache: Mund und Nase sind bedeckt.

Die Stadt will mit der Anordnung von Mund- und Nasen-Bedeckung einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. "Ich sehe die Maske als ein zusätzliches Bekleidungsstück", sagt Hieber.

Mit der Allgemeinverfügung, die die Gesichtsbedeckung verpflichtend vorschreibt, sammelt die Stadt aber erst noch Erfahrungen. "Wir warten auf Rückmeldungen. Dann wird die Verfügung so nachjustiert, dass alles passt", erklärt Hieber.

"Das muss abgestimmt werden"

Vom kommenden Montag an dürfen Geschäfte mit Auflagen zum Hygieneschutz wieder öffnen. Noch fehle der Verwaltung allerdings eine konkrete Handhabung der Vorschriften. "Das muss abgestimmt werden", meint Frank Börnard von der Arbeitsgruppe Infektionsschutz im Rathaus. Hartmut Walter betont, dass die Verwaltung das Geschäftsleben in der Stadt ermöglichen wolle. Der Fokus liege deshalb nicht auf Kontrolle, sondern auf Beratung.

Was die Auflagen angehe, so Walter, "werden wir schauen, was Sinn macht". Dazu gehören jedenfalls Abstand halten, Kunden in die Fachgeschäfte nur einzeln reinlassen oder Spuckschutz an der Kasse. Walter verweist auf das Heinrich-Kipp-Werk in Holzhausen, das Hygieneschutz aus Plexiglas gegen Husten, Niesen und Spucken produziert.

Mehrere Anbieter gibt es inzwischen auch für Mund-Nasen-Bedeckungen. So nimmt nun die Nähwerkstatt in der Brühlstraße wieder ihren Betrieb auf. Ehrenamtlich Mitarbeitende stellen das "Sulzer Maultäschle" her. Der Start hätte schon sein können, allerdings fehlte noch das Garn, teilt der Beauftragte der Stadt für Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung, Hans-Ulrich Händel, mit. Geplant sei eine wöchentliche Produktion von 500 Masken. Ein Euro vom Erlös eines verkauften Exemplars werde an Besuchsdienste und Gemeinschaftsaktionen für Senioren sowie Pflegebedürftige gespendet.

Sulzer Maultäschle werden ausgegeben

Erstmals ausgegeben werden sollen die "Sulzer Maultäschle" am kommenden Montag von 14 bis 17 Uhr vor der Nähwerkstatt. Bestellt werden können sie unter der E-Mail-adresse info@streuobst-nachhaltiges-sulz.de. Händel bittet aber, von Massenanforderungen abzusehen und stattdessen auf die Unternehmen zuzugehen, die ebenfalls Gesichtsmasken anbieten.

Beim Rundgang auf dem Wochenmarkt und bei Gesprächen mit Besuchern hat Bürgermeister Hieber den Eindruck gewonnen, dass die Anordnung zur Eindämmung des Coronavirus akzeptiert wird. "Wir wollen das mit Einsicht erreichen", meint er.

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