Feuerwehrmann auf dem Klo / Malheur auf dem Campingplatz / Computerdateien im Papierkorb

Von Marzell Steinmetz

 

Sulz. Hund in der Schule vergessen, Frauen und Auto, Urlaubspannen: Es gab wieder jede Menge zum Breageln. Die Narren nahmen bei ihrem Rundgang durch die Sulzer Wirtschaften kein Blatt vor den Mund und schonten niemanden.

Auch nicht die Feuerwehr, die bekanntlich großen Wert auf Kameradschaft legt. Aber wie war das bei der Brauereibesichtigung? Da haben die Löschmänner auf der Rückfahrt einfach einen der Ihren zurückgelassen. Unbemerkt war dieser auf dem Klo eingeschlafen. "Gute Freunde kann niemand trennen", spottete der Breagler.

Noch eine weitere Geschichte von der Feuerwehr ist ihm zu Ohren gekommen: Ein Feuerwehrmann wurde von seinem etwas größeren Grillfeuer weg zu einem Einsatz gerufen. Der Feueralarm sei in der Rosenstraße ausgelöst worden, erfuhr er im Feuerwehrhaus und wurde ganz bleich. Das sei nur ein Grillfeuer, musste er gestehen. Der Einsatz wurde zwar abgeblasen, aber das kostete zwei Fässle Bier.

Den Spott bekam auch ein vergesslicher Lehrer ab. Er hatte zum Biologie-Unterricht seinen Hund mitgenommen. Danach hatte er es aber offenbar sehr eilig, heim zum Mittagessen zu kommen. Es klopfte an der Haustür. Draußen standen seine Schüler mit dem Hund.

Häuser bauen, dazuhin seniorengerecht, kann er ja. Aber er wollte es auch in seinem Wohnwagen bequem haben. Deshalb baute ein Sulzer Unternehmer eine Fußbodenheizung in sein Gefährt ein. Das war dann hinterher so schwer, dass es für den öffentlichen Verkehr nicht mehr taugte.

Ein anderer hat’s dagegen bis an den Ostseestrand mit dem Campingwagen geschafft. Aber hier ist ihm das Malheur passiert: Als Angler grub er im Boden nach Würmern. Pech nur, dass er eine Stromleitung erwischte. Da wurde es zappenduster in der Nachbarschaft. Und jeder schimpfte, zur Tarnung auch der Verursacher.

Breagler spotten nicht nur, sondern geben durchaus auch sehr brauchbare Tipps. Wer beispielsweise im Neckarerlebnistal nach Sulz fahren will, sollte entweder ein Rad benutzen oder das Tanken nicht vergessen.

Schaden könnte es auch nicht, wenn der Chefkoch mal ein Auge auf die Grillwürste wirft. Beim Ruinenfest auf der Albeck interessierte sich Siegfried Baumann mehr für das Fußballspiel in Holzhausen. Das Ergebnis waren rot-schwarze Würste. Die Vereinsfarben auf dem Grill haben den Holzhauser Kickern aber nicht geholfen: Sie verloren am Ende bekanntlich das Spiel gegen Ergenzingen.

Schnapsideen gibt’s, wunderten sich die Narren an der Staffelei. Da habe sich doch tatsächlich einer wegen eines Fahrradsattels seinen blanken Hintern im Sportgeschäft vermessen lassen. Lustig machten sie sich auch über die Rosa, die sich selber im Zunftraum eingeschlossen hat. Zum Glück gibt’s ja ein Handy. Von der Zunftmeisterin Uschi erzählten die gut informierten Narren, dass sie auf dem Boden im Papierkorb verlorengegangene Computerdateien suchte und fluchte, weil sie sie dort nicht gefunden habe. Eine andere Geschichte handelte von einer bekannten Wirtin, die gern schwätzt. Im Supermarkt hat sie daher ihren Einkaufswagen mit Erdbeeren abgestellt. Die waren bald schon alle weg. Die Kunden glaubten nämlich, dass das eine Sonderaktion des Supermarkts war.

In einer Firma auf Kastell planten Mitarbeiter eine gemeinsame Ausfahrt in ein Skigebiet. Doch zufällig hatte der Chef Besuch. Der Geschäftskunde stellte sein Gepäck ab, bevor er zum Hotel gefahren werden sollte. Derweil sammelten die Skifahrer alle Koffer und Taschen ein, verluden sie im Auto und starteten. Unterwegs erreichte sie der Handyanruf ihres Chefs, dass sie sofort wieder umkehren und das Gepäck des Besuchers wieder ausladen sollen.

Eine andere fast unglaubliche, aber natürlich wahre Geschichte erzählte ein Breagler von einem Zecher, der zu Fuß auf die Schillerhöhe wollte. In einem dicken, aufgeworfenen Schneehaufen sei er versunken. Möglicherweise tauche er nun als Ötzi im Jahr 2099 aus dem Eis wieder auf.

Manchmal empfiehlt es sich, Einladungen genau zu lesen. Eine Frau suchte im Oberndorfer Amtsgericht vergeblich nach dem Verhandlungszimmer, bis ihr ein Gerichtsdiener sagte, dass sich das Zimmer im Rottweiler Gerichtsgebäude befinde.