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Sulz a. N. Besuch im Freibad nur mit Dauerkarte

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Die Besucherzahl im Schwimmbecken ist am Sonntagnachmittag überschaubar. Foto: Steinmetz

Sulz - Der Vorsitzende des Fremdenverkehrsverbands Glatttal, Bürgermeister Markus Huber, hat für das Freibad in Bettenhausen ein Kontingent an Zehner-Karten ausgegeben. Im Sulzer Freibad bleibt es bei der Regelung: Nur Dauerkartenbesitzer haben Zutritt.

Die Stadt Sulz gehörte zu den ersten Kommunen im Land, die am 6. Juni das Freibad eröffneten. Aber mit Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie: Maximal dürfen 250 Besucher im Freibad sein, im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken jeweils nur bis zu 50.

Zu normalen Zeiten 2000 Besucher am Wochenende

Die Stadt ermöglicht ausschließlich Dauerkartenbesitzern das Badevergnügen, um die Verordnungen einhalten zu können. Bürgermeister Gerd Hieber spricht von einem Dilemma: Sulz habe einerseits ein sehr erfolgreiches Bad mit bis zu 2000 Besuchern an Wochenenden in den vergangenen Jahren, andererseits aber nur kleine Wasserflächen.

Die Haupteinnahmequelle sind die Dauerkarten: 600 Stück sind bereits im Dezember während des Weihnachtsmarkts "Sulz erstrahlt" verkauft worden. Inzwischen seien 200 weitere dazugekommen. Gerade mal 200 Dauerkarten habe die große Kreisstadt Göppingen für ihr Bad verkauft, zieht Hieber einen Vergleich. "Ich bin froh, dass wir öffnen konnten, andere Bäder mussten geschlossen bleiben", betont er.

Im Moment sieht Hieber keine Möglichkeit, zusätzlich Einzel- oder wenigstens Zehner-Karten zuzulassen. Er hat sich einige Male im Freibad umgeschaut und den Eindruck gewonnen, dass es gut ausgelastet sei.

Auch Kinder halten sich an die Regeln

Zumindest am Sonntag hätten es, trotz der Beschränkungen, noch einige Besucher mehr sein dürfen. Die Zahl der Schwimmer war überschaubar. Ihnen stehen in Sulz vier Bahnen zur Verfügung, zwei davon für die Schnelleren. "Sie halten sich an die Regeln", freut sich Schwimmmeister Stefan Bornheft.

Das gilt auch für die Kinder, wenn sie an der Wasserrutsche stehen. "Sie organisieren sich selber", hat er beobachtet. Allenfalls bei den Älteren werde es manchmal kritisch mit den Abstandsregeln. "Wenn es gar nicht funktioniert, muss die Rutsche gesperrt werden", meint er. Eine weitere Lockerung hat es ermöglicht, dass vor einigen Tagen das Planschbecken freigegeben werden konnte.

Für das Freibad-Team bedeutet die Corona-Zeit ein ruhiges Arbeiten. Gleichwohl wünschte sich Bornheft wieder einen normalen Betrieb. Bei einem schönen Sommer verzeichnete das Sulzer Freibad pro Saison 70 000 und mehr Besucher.

Maximal 190 Besucher am Tag

Daran ist jetzt nicht zu denken: Die Höchstzahl lag bislang bei 190 Besuchern an einem Tag. Insgesamt waren es seit Saisoneröffnung rund 4800 Badegäste. Bei schönem Wetter kämen so viele normalerweise an einem Wochenende, erklärt Bornheft.

Die Frage nach Einzel- und Zehner-Karten blieb natürlich nicht aus. Ein junger Familienvater aus Holzhausen hat an die Kämmerei einen Brief geschrieben, nachdem er an einem Vormittag festgestellt hatte, dass das Nichtschwimmerbecken "komplett verwaist" war.

Dass nur Dauerkartenbesitzer ins Freibad eingelassen werden, kann er – trotz der Corona-Verordnungen – nicht einsehen. "Bestimmte Bevölkerungsgruppen" würden komplett vom Schwimmbetrieb ausgesperrt. Damit meint er vor allem sozial schwache Familien, die sich keine Dauerkarten leisten könnten.

Corona: Keine soziale Gerechtigkeit

"Ich kann es nachvollziehen", räumt Bürgermeister Hieber ein. Er sagt aber auch: "Leider kann man Corona nicht unter dem Thema soziale Gerechtigkeit betrachten."

Die Situation ist für Hieber nicht vergleichbar mit dem Glatttalfreibad, an dem Sulz über den Fremdenverkehrsverband mitbeteiligt ist. Die Wasserfläche sei dort größer.

Das auf 100 beschränkte Kontingent an nicht übertragbaren Zehner-Karten sei sehr schnell vergriffen gewesen, teilt der Bürgermeister Markus Huber mit. Der Bedarf dürfte von daher weitaus höher sein. Man werde flexibel reagieren, kündigt Huber an. So schließt er nicht aus, weitere 50 Zehner-Karten für den Badebetrieb in Bettenhausen bereitzustellen. Es soll jedoch vermieden werden, dass jemand heimgeschickt werden müsse. Sein Kollege Gerd Hieber geht derweil davon aus, dass in dieser Badesaison – sie dauert in Sulz bis 30. September – für Freibäder im Land keine neuen Lockerungen mehr erlassen werden. Von daher werde man mit den bisherigen Regelungen "leben müssen".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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