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Sulz a. N. Auf der Ruine wird es jetzt ruhiger

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Die Helfer des Fördervereins haben die Ruine Albeck winterfest gemacht.Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Die Fahne auf dem Rondell ist eingeholt: Die Saison auf der Ruine Albeck ging am Wochenende damit zu Ende. Der Förderverein hatte nochmals zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen.

Sulz. Rund um die Burgmauern entfernten die Helfer den Bewuchs. Auch auf dem Gelände haben sie einiges weggeschnitten.

"Entweder kommt die Bank weg oder das Gestrüpp", hatte Siegfried Baumann im Frühjahr gefordert. Letzteres ist leichter, hat Jürgen Hartmann, Vorsitzender des Fördervereins Ruine Albeck, eingesehen. Jetzt ist der Blick ins Tal wieder frei. Am Weg hoch zur Ruine wurden Bäume gestutzt, sodass es auch dort lichter geworden ist.

Die Ruine befindet sich in einem so guten Zustand, dass zwei Einsätze pro Jahr reichen. Zumal Vandalismus ausblieb: Die Besucher auf der Ruine wussten sich zu benehmen, freute sich Hartmann. Auch die Feuerstelle ist in der Regel in einem sauberen Zustand verlassen worden.

Dabei ging es recht belebt auf der Ruine zu. Das hing unter anderem mit Corona zusammen. Verreisen war in diesem Jahr nur bedingt möglich, stattdessen gingen die Daheimgebliebenen auf Entdeckungstour in der Heimat. Aber nicht nur Sulzer zog es auf ihr Wahrzeichen: Hartmann hat dort oben auch viele Auswärtige kennengelernt, unter anderem aus Horb und sogar Tübingen.

Beliebt ist die Ruine als Ausflugsziel vor allem bei Kindern, die sich gern im Palas austoben. "Ich komme mit meinen Enkeln hoch auf die Ruine. Sie sind dann immer Feuer und Flamme", erzählt Hartmann. Die Burgruine mit ihrem Naturschutzgebiet wird auf der Internetseite der Stadt natürlich auch vom Salzdrachen Streusel empfohlen.

Das Ruinenfest musste der Förderverein wegen der Pandemie ausfallen lassen. Auch das geplante Historientheater von Autor Jürgen Hartmann über den Burgherrn Graf Alwig I. fiel Corona zum Opfer. Als Ersatz führte eine dreiköpfige Theatergruppe mit Hartmann in der Hauptrolle die schwäbische Version des "Grüffelo" im Palas auf. Das im Jahr 1999 erschienene Kinderbuch der britischen Schriftstellerin Julia Donaldson ist zu einem Welterfolg geworden. Und zu einem Erfolg wurde auch die Premiere auf der Ruine Ende Juni.

Die vier Vorstellungen an diesem Tag sahen 220 Besucher. Eintritt wurde nicht verlangt, dafür gab es rund 600 Euro an Spenden. Anschließend wurde das Stück für Kindergartenkinder sowie Wandergruppen aus Weiden und Bochingen noch vier Mal aufgeführt. Hinzu kamen fünf Führungen mit dem gewandeten Graf Alwig (Jürgen Hartmann und Frank Stadler). Einsam war es auf der alten Ritterburg in diesem Sommer nicht gerade.

Jetzt kehrt erst einmal Ruhe ein. Die zehn Helfer, davon acht vom Ausschuss des Fördervereins und zwei weitere Freiwillige, haben zügig gearbeitet. Noch vor Mittag war die Pflegearbeit erledigt. Für das kommende Jahr ist wieder ein Ruinenfest geplant – wenn Corona es zulässt.

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