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Sulz a. N. Auf dem Jakobsweg im Strudel dunkler Mächte

Von
Autor Herbert Noack liest aus dem "Albtraum Jakobsweg" Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz. Krimiautor Herbert Noack fesselte am Samstagabend in der Blass-Erlebniswelt etwa zwei Dutzend Zuhörer. Er hat seine Trilogie "Albtraum Jakobsweg" beendet.

In das einsame Busch- und Heideland zwischen den Pyrenäen und Santiago de Compostela entführte der Vöhringer Autor Herbert Noack seine Zuhörer. Der letzte Band vom "Albtraum Jakobsweg" erzählt von dunklen Machenschaften auf dem berühmten Camino.

Das Café von Inga Elsayed und Ulrike Blass im Backsteinbau bot die Bühne für eine kurzweilige Lesung, die Herbert Noack mit vielen stimmungsvollen Bildern unterlegte. Die Gäste, die sich sichtlich gern auf die letzte Etappe des berühmten Pilgerweges mitnehmen ließen, sparten nicht mit Beifall. Denn es war keine Lesung im klassischen Sinne. Schon die gut 80 eindrucksvollen Leinwandbilder und die dazu passenden Beschreibungen des Autors beeindruckten das Publikum. Es sei quasi ein Heimspiel für ihn, denn bereits zum dritten Mal dürfe er hier zu Gast sein. "Die Zuhörerschaft ist kontinuierlich gewachsen", freute sich Noack.

Klar wurde schnell: Wer die ersten beiden Bände von Albtraum Jakobsweg gelesen hatte und sich jetzt auf das dritte freute, durfte nicht zimperlich sein. Der Autor geht wieder über Leichen. Einige ausgewählte Abschnitte las der Vöhringer vor einem Publikum, das offensichtlich mit den Noack’schen Werken weitgehend vertraut war. Protagonisten sind wieder die Pilger Franz und Sarah und deren Tochter sowie Archäologieprofessor Böhmer. Das Ehepaar, das den Somportpass überqueren will, um Spanien zu erreichen, gerät abermals in den Strudel geheimer Mächte. Der Autor sprang direkt in den Text, ließ "braune karge Wiesen, dicken dichten Nebel" vor dem geistigen Auge entstehen. "Verbissen lief jeder allein, setzte mechanisch einen Fuß vor den anderen."

Mit seiner tiefen und sonoren Stimme malte Noack ein lebendiges Bild der Landschaft von Navarra, Burgos, Castrojeriz, León und Ponferrada bis Santiago, beschrieb dabei die Klöster und Kathedralen. In seinem Vortrag wurden die Figuren der Geschichte so lebendig, dass die Zuhörer mitfieberten: "Eine große Menge Gänsegeier hatte sich um einen menschlichen Körper geschart, und zänkisch kämpften sie untereinander um jeden Fetzen Fleisch", las Noack. Krimi-Spannung schlich sich unversehens in diese Pilger-Welt ein. Geschickt fügte der Autor eine kleine Pause ein, wobei sich die Gäste mit Leckereien stärken konnten.

Im Anschluss gab der Autor ein wenig von sich selbst preis, immerhin hatte er als leidenschaftlicher Jakobswegpilger selbst viel Zeit auf dem berühmten Wanderweg zwischen dem Kloster Beuron und Santiago verbracht. Viele Bekanntschaften aus der ganzen Welt konnte er schließen, erzählte Noack. Er informierte anhand von Bildern über die Historie berühmter Kirchen und Denkmäler. Dem Autor gelang es, auch heikle Themen, wie das Massenwandern und die Geschäftstüchtigkeit einzelner Gastronomen am Wanderweg in lustige Geschichten zu verpacken. Als "kleine Überraschung" gab es am Ende der fast zweistündigen Lesung ein kurzes Video über das Schwenken der berühmten Botafumeiro durch das Hauptschiff der Kathedrale von Santiago.

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