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Sulz a. N. Als Glücksbringer ist er gern gesehen

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Schornsteinfegermeister Christoph Seidel und sein "Azubi" Maximilian Zorn wünschen ein gutes neues Jahr.. Foto: Steinke Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Anastasia Steinke

Sulz. Im täglichen Leben sind Schornsteinfegermeister Christoph Seidel und sein Auszubildender Maximilian Zorn gern gesehen. Ob von Kindern, die sich Glück für eine Klassenarbeit wünschen oder von Menschen, deren Partner im Krankenhaus liegt – in ihrer traditionellen Arbeitskleidung mit den goldenen Knöpfen werden sie als Glücksbringer oft angesprochen.

"Darf ich an Ihren Knöpfen drehen und etwas wünschen", fragten viele, erzählt Christoph Seidel. Zufällig befand er sich mal auf dem Sulzer Marktplatz, als eine Hochzeitsgesellschaft ihn bat, mit ihm zusammen ein Bild zu machen. Über Bekannte hat er dann erfahren, dass das Foto nun im DIN A 3- Format im Flur des frisch getrauten Paares hängt. Warum der Schornsteinfeger Glück bringt, hängt wohl damit zusammen, dass seine Arbeit vorbeugender Brandschutz ist. Christoph Seidel ist auch aktiver Feuerwehrmann und kam dadurch zu seinem Beruf. Das motivierte ihn, als Schornsteinfeger Brände zu verhüten.

Auch in diesem Jahr konnte er Gutes tun. In der Sulzer Brühlstraße entfernte er in einem Kamin ein Riesenhornissennest, in Holzhausen machte er die Kamintür auf und entließ einen Spatz in die Freiheit: "Der hat sich so gefreut, ist herumgeflattert, und danach war der Keller beerschwarz", erinnert er sich gern an solche Ereignisse.

In der Sulzer Bergstraße sei er vor drei Jahren zum Schwarzwurstvesper eingeladen worden. "Die Frau hat sich gefreut, dass es schmeckt, und seitdem bekomme ich immer ein Vesper", freut sich Seidel über diese nette Geste.

Seit diesem Jahr begleitet ihn sein Auszubildender Maximilian Zorn. "Er hat ein Praktikum gemacht, und es hat ihm Spaß gemacht", berichtet Seidel. Die Ausbildung zum Schornsteinfeger dauert in der Regel drei Jahre. Voraussetzung für den Beruf ist ein guter Hauptschulabschluss, doch man sollte auch gern mit Menschen umgehen können, ein offenes Wesen haben und – ganz wichtig – schwindelfrei sein, so Seidel zum Berufsbild. Körperliche Fitness gehört dazu, denn es geht den ganzen Tag Treppe rauf und wieder ab. "Dreckige Hände kriegt man auf jeden Fall", schmunzelt Seidel, zumal zunehmend wieder mit Holz geheizt wird. "Der Kaminfeger freut sich, wenn unten Ruß rauskommt", meint er, denn das beweist, dass seine Arbeit wichtig ist.

"Das größte Glück ist die Gesundheit", und die wünscht Schornsteinfegermeister Christoph Seidel zusammen mit seinem Azubi Maximilian Zorn seiner Sulzer Kundschaft fürs neue Jahr 2011.

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