Südlich des Kernorts soll das künftige zentrale Wasserwerk in die Landschaft eingebettet werden. Foto: Stephan Hübner

Details zum künftigen zentralen Wasserwerk beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung. Entstehen soll dies südlich von Königsfeld zwischen Landstraße und Wald.

Laut Bürgermeister Fritz Link betreffen die Planungen die Trinkwasserversorgung des Kernorts sowie von Burgberg, Erdmannsweiler und Neuhausen.

 

Dabei gehe es nicht nur um die Verbesserung der Wasserqualität sondern auch die stärkere Konzentration der Gebäude, um den Unterhaltungsaufwand zu reduzieren.

Zusammengeführt werden sollen drei Tiefbrunnen und fünf Oberflächenquellen. Königsfeld verfüge unter den Kreiskommunen über das beste, sicher für die nächsten zwei Generationen ausreichende Wasserdargebot.

Zwei Reinwasserbehälter

Dominik Bordt und Yannic Schinke von BIT-Ingenieure sowie Patrick Gauss von der Aquavilla zeigten Details auf. Basierend auf der Bedarfsprognose sind zwei Reinwasserbehälter mit insgesamt 2200 Kubikmetern Fassungsvermögen eingeplant.

Uwe Götz wunderte sich über den von Schinke aufgezeigten großen Unterschied von minimalem und durchschnittlichem Wasserdargebot der Rotwaldquelle. Das sei ein in den vergangenen Jahren typisches Phänomen im Schwarzwald, so Bordt. Mindestschüttungen seien deutlich gesunken, bei Regen stiegen Schüttungen aber auch schnell an. Das betreffe vor allem Oberflächenquellen, die Tiefbrunnen seien relativ konstant, so Link. Ohne den Ottebrunnen gehe es aber nicht, so Bordt.

Ultrafiltration geplant

Ebenfalls geplant ist Ultrafiltration, laut Bordt eine rein mechanische Reinigung ohne Zusatz von Stoffen. Ein ursprünglich als Betonbau geplantes Absetzbecken soll naturnäher gestaltet werden, was laut Link ausdrücklicher Wunsch des begleitenden Bauausschusses war. Ein Ausbaggern sei vielleicht nach 30 Jahren nötig, so Bordt auf Nachfrage von Götz. Auch werde das Becken nicht mit Folie ausgekleidet, erklärte er auf Nachfrage von Sigrid Fiehn.

Man gebe dem Kreislauf nur das zurück, was von Tiefbrunnen komme, nicht anders als bei Regen auf der Wiese. Immer wieder Thema, aber aktuell nicht nötig ist ein Aktivkohlefilter. Der in St. Georgen installierte sei in 20 Jahren noch nie genutzt worden, so Bordt. Deshalb werde man nur den nötigen Raum dafür einplanen.

Nur ein Erdhügel zu sehen

Das Gebäude ist so geplant, dass von der Landstraße aus nur ein Erdhügel zu sehen ist, die Zufahrt von der Waldseite aus erfolgt. Dann muss das Dach nicht mit Photovoltaik belegt werden. Diese städtebauliche Einbettung habe dem Ausschuss sehr gefallen, so Link, da der Grüngürtel um Königsfeld nicht negativ tangiert werde. Das Gebäude sei mit vier Metern Höhe nur eingeschossig, so Bordt auf Nachfrage von Fiehn.

Der Gemeinderat beschloss die vorgestellten Planungen.