Ein ICE ist auf der Strecke Frankfurt-Mannheim nahe Biblis gegen einen Baum gekracht, den Sturmböen auf die Strecke gefegt hatten. Von den 600 Fahrgästen sei bei dem Unfall niemand verletzt worden, so ein Sprecher der Bundespolizei. Foto: dpa/Symbolfoto

Ein ICE ist auf der Strecke Frankfurt-Mannheim nahe Biblis gegen einen Baum gekracht, den Sturmböen auf die Strecke gefegt hatten. Von den 600 Fahrgästen sei bei dem Unfall niemand verletzt worden, so ein Sprecher der Bundespolizei.

Biblis - Ein ICE ist auf der Strecke Frankfurt-Mannheim nahe Biblis (Südhessen) gegen einen Baum gekracht, den Sturmböen auf die Strecke gefegt hatten. Von den 600 Fahrgästen sei bei dem Unfall am Donnerstagabend niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Freitag. Die Räumung des Zuges habe sechseinhalb Stunden gedauert und sich bis in die Nacht gezogen. Die Evakuierung sei aufwendig gewesen.

Die Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim wurde in beiden Richtungen gesperrt. Wann sie wieder freigegeben werden kann, stand nach Angaben der Bahn vom Freitagmorgen zunächst nicht fest. Auch der Schaden an Zug und Strecke konnte noch nicht beziffert werden.

"Wir bemühen uns, ein Gleis bis zum Vormittag freizugeben"

Der Lokführer habe bereits kurz vor dem Unfall Störungen an der Oberleitung bemerkt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Deshalb habe er vorsorglich die Geschwindigkeit des Zuges von 180 Stundenkilometern deutlich gedrosselt. So habe er ein größeres Unglück abwenden können.

Der Zugverkehr in der Region wurde durch den Unfall beeinträchtigt. So konnten Regionalzüge nur auf Teilstrecken fahren, Fernzüge wurden umgeleitet. Ein Sprecher der Bahn sagte: „Wir bemühen uns, ein Gleis bis zum Vormittag freizugeben.“ Das zweite Gleis werde möglicherweise bis Sonntag gesperrt bleiben.