Beförderungen waren Teil der Hauptversammlung:Bürgermeister Marc Winzer (hinten, von links), Manuel Nagel, Jeremy Henninger, Konstantin Wöhrle, Abteilungskommandant Daniel Joos, Abteilungskommandant Martin Huber (vorne, von links), Killian Schwendemann, Marie Heinzmann, Tim Keller, Lukas Birmele, Tabea Greiler und Kommandant Uwe Bähr Foto: Dorn

Bei der Hauptversammlung standen Einsätze, Kameradschaft und Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt. Besonders in Erinnerung blieb die Suchaktion nach einem Kleinkind.

Bei der Hauptversammlung der Hornberger Feuerwehr am Freitagabend im Feuerwehrhaus würdigte Bürgermeister Marc Winzer die Arbeit der beiden Wehren sowie der Betriebsfeuerwehr der Firma Duravit. Alle drei zusammen bildeten eine schlagkräftige Truppe, auf deren professionelles Wirken sich die Hornberger Bürgerinnen und Bürger Tag und Nacht verlassen könnten, sagte er.

 

Winzer hatte sich des öfteren bei Übungen und kleineren Routine-Einsätzen ein Bild von der Arbeit der Feuerwehr machen können. Nachhaltig beeindruckt war Winzer aber vom überregional bekannt gewordenen Einsatz im vergangenen März bei der Suche eines vermissten Kleinkindes in Hornberg-Niederwasser, an dem sich insgesamt 500 Helfer beteiligt hatten, die alle vom Kommando der Hornberger Feuerwehr unter Kommandant Uwe Bähr koordiniert werden mussten.

Winzer stellte noch einmal heraus, dass die Stadt auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen gewillt sei, die Wünsche der Feuerwehr zu erfüllen. Konkret erwähnte er neben dem Kauf von Feuerwehrfahrzeugen auch die Anpassung der Entschädigungssatzung für Feuerwehreinsätze, denn: „Es ist ihr Einsatz, ihre Leidenschaft, die unsere Einwohner ruhig schlafen lassen“.

Zahlreiche Beförderungen standen auf dem Programm

Im Rückblick des Kommandanten auf das vergangene Jahr wurde deutlich, wie neben Einsatzbereitschaft und Leidenschaft auch die gelebte Kameradschaft als dritte Säule einer lebendigen Feuerwehrgemeinschaft in Hornberg zum Tragen kommt – sei es beim Feuerwehrfest, bei dem es besonders auf die Qualitäten des von der Alterswehr gestellten Küchenteams ankommt. Oder bei den gemeinsamen Übungen mit benachbarten Wehren, etwa mit der Feuerwehr Triberg in Nußbach. Dort gab es allerdings einen kleinen Wermutstropfen: Nach anstrengenden Minuten unter Atemschutz in einer stockfinsteren und verrauchten Scheune wurde der Durst mit Brauereiprodukten aus Donaueschingen gelöscht – statt mit heimischem Bier. Auch bei der traditionellen Feuerwehrfastnacht zeigt sich der starke Zusammenhalt. Hinzu kommt das große Engagement in der Jugendarbeit. Eine Besonderheit ist zudem das Ferienheim „Feuerwehrhäusle“, für das mit Tatjana Wörner eine neue Verwalterin gefunden werden konnte.

Mit einem sehr guten Auftritt auf Instagram sei die Hornberger Feuerwehr jetzt auch perfekt in den sozialen Medien präsent.

Für die Jugendabteilung berichtete Simon Dobler über eine fast zwei Dutzend „Mann“ starke junge Truppe mit einem Mädchen-Anteil von fast 50 Prozent. In puncto Probenfleiß konnte es die Feuerwehrjugend bereits locker mit der Aktivenwehr aufnehmen. Beide Gruppen kamen auf stolze 74 Prozent Probenteilnahme im Jahr 2025.

Für die Alterswehr lieferte Harry Dosswald mit 75 Prozent sogar noch ein klein wenig bessere Quote, gestand aber, dass er es bei genau 20 Mitgliedern und einem Probentag pro Monat mit der Statistik sehr leicht habe: „Es sind eigentlich immer 15 Leute da“.

Acht Wehrleute wurden von Bürgermeister Marc Winzer befördert. Nach erfolgreicher Probezeit wurden Tim Keller und Killian Schwendemann zum Feuerwehrmann ernannt.

Der Feuerwehrverband war ebenfalls vertreten

Diesen Rang verlassen haben Lukas Birmele, Jeremy Henninger, Konstantin Wöhrle, Tabea Greiler und Marie Heinzmann, die zum Oberfeuerwehrmann beziehungsweise zur Oberfeuerwehrfrau befördert wurden. Oberfeuerwehrmann Manuel Nagel erhielt die neuen Schulterklappen des Hauptfeuerwehrmanns. Beeindruckt vom „tollen authentischen Zusammenhalt“ in der Hornberger Feuerwehr zeigte sich auch Jan Streibelt vom Feuerwehrverband, der für die Versammlung aus Ottenhöfen an die Grenze des Ortenaukreises angereist war. Zu dieser Authetizität trage die Stadt Hornberg auch dadurch bei, dass „unterhalb“ der Ehrungsebende des Landes Baden-Württemberg die Stadt eine eigene Ehrenordnung (siehe Info) installiert habe, so Streibelt.

Ehrungen und Verabschiedungen

Hanna Kienzler und Norman Krämer wurden für zehn Jahre im aktiven Dienst mit der Floriansmedaille in Bronze und Rouven Aberle für 15 Jahre mit der Floriansmedaille in Silber ausgezeichnet. Andreas Schwer erhielt seitens des Landes für 25 Jahre das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber, Andreas Armbruster und Stefan Keller für 40 Jahre das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. Mit stehenden Ovationen wurden abschließend Uwe Mager, Andreas Armbruster und Thomas Stammel in die Alterswehr „befördert“ beziehungsweise verabschiedet und zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr Hornberg ernannt – der langjährige Kommandant Andreas Armbruster sogar zum Ehrenkommandanten. Mit launigen Worten würdigte Kommandant Uwe Bähr die Feuerwehr-Karrieren der drei in den Ruhestand Verabschiedeten. Für die aufnehmende Alterswehr konterte deren „Kommandant“ Harry Dosswald aus dem Zuschauerraum und stellte den dreien in Aussicht, für sie in der Alterswehr funktionsadäquate Verwendung zu finden.