Zahlreiche Besucher kamen dieses Jahr zum Subiaco Open-Air-Kino im Kreuzgarten des Alpirsbacher Klosters. Foto: Benedikt Petschl

Die Besucher und Organisatoren des 26. Subiaco Open-Air-Festivals in Alpirsbach ziehen ein positives Fazit – selbst ohne Eberhoferkrimi.

Auch dieses Jahr lud das Subiaco-Team wieder zum Open-Air-Kino in Alpirsbach ein und überzeugte mit einer breiten Palette an Filmen im Kreuzgarten, musikalischem Vorprogramm und Bewirtung auf dem Klosterplatz.

 

Das Festival erstreckte sich über zwei Wochen. Während dieser Zeit wurden gut 2000 Zuschauer verzeichnet. Die Anzahl der Leute, die nur zu Vorprogramm und Bewirtung gekommen waren, schätzt Benedikt Petschl, der Vorsitzende der Subiaco-Kinos, sogar auf mehr als 4000.

Neben dem vielfältigen Angebot hatte auch das warme Sommerwetter zu den hohen Besucherzahlen beigetragen. Nur an einem Abend regnete es. Alles in allem schätze sich das Subiaco-Team sehr zufrieden mit dem diesjährigen Festival, betont Petschl.

Die Eröffnung machte die Romanverfilmung „Der Name der Rose“ aus dem Jahr 1986, die analog auf einer 35 Millimeter-Filmrolle gezeigt wurde. Hierfür reisten Leute selbst aus Karlsruhe und Stuttgart an, die bis dato noch nie in der Region Alpirsbach waren, sagt Petschl. Besonders neugierigen Besuchern wurde im Anschluss noch ein Einblick in den Projektionsraum gewährt.

Bis zum letzten Platz belegt

Besonders der französische Abend, an dem der Film „Das Nonnenrennen“ gezeigt wurde, erfuhr einen so hohen Besucherandrang, dass Leute heimgeschickt werden mussten, da der für 400 Besucher ausgelegte Kreuzgarten bis zum letzten Platz belegt war. Und das, obwohl der Film in diesem Jahr den sonst sehr beliebten Eberhoferkrimi ersetzte.

„Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir diesen Film auf einen Samstagabend gelegt“, meint Petschl und verrät mit Ausblick auf die Zukunft, dass der nächste Eberhoferkrimi „Steckerlfischfiasko“, der für 2026 angekündigt ist, wieder einen festen Platz im Festivalprogramm haben wird.

Barbie“-Film zieht vor allem Jüngere an

Großer Beliebtheit erfreuten sich der Stummfilm „Bergfilm!“, der musikalisch durch Livemusik von „Simon Quinn & Band“ begleitet wurde, und die Kindertheatervorstellung „Der Froschkönig“. Beim „Afrikanischen Tanzworkshop“ der Band Pamuzinda konnten 22 Teilnehmer verzeichnet werden. „Nicht schlecht dafür, dass dieser spontan eingeplant wurde“, meint Petschl.

Das Kino-Team konnte sich auch an Stammgästen erfreuen, die keine Festival-Vorstellung verpassten, darunter vor allem ältere Besucher. Jüngere zog insbesondere der „Barbie“-Film an. Der Frauenanteil war bei Filmen wie „Barbie“ und „1 Million Minuten“ besonders hoch.

Mehr Touristen als sonst

Außerdem sei auffällig gewesen, dass das Open-Air-Kino dieses Jahr von mehr Touristen als sonst besucht wurde, die meisten davon französisch-, italienisch- oder spanischsprachig.

Die einzige Vorstellung, die in diesem Jahr vergleichsweise schlecht besucht war, sei die Spätvorstellung „Stop Making Sense“ mit etwa 15 bis 20 Besuchern gewesen, resümiert Petschl. „Denen, die vor Ort waren, hat die Vorstellung aber sehr gefallen“, sagt er und schiebt nach, dass daher kommendes Jahr vielleicht dennoch wieder eine Spätvorstellung einplant wird.

Wieder ein Stummfilm

Das 27. Subiaco Open-Air-Festival findet vom 7. bis 20. August 2025 statt. Zudem verrät Petschl bereits jetzt, dass sich die Besucher auch im kommenden Jahr wieder auf einen Stummfilm freuen dürfen. Derzeit sei „Nosferatu“ im Gespräch, der zum schaurig-schönen Ambiente des Klosters passe. Außerdem seien die Bands „Udo G. and Wild Country“, „Blind-Date“ und „Acoustic Breeze“ bereits fest gebucht für das kommende Jahr.