Tamas Detrich ist seit 2018 Intendant des Stuttgarter Balletts Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Fast 16 Monate konnte das Stuttgarter Ballett nicht vor Publikum auftreten. Am 19. Juni meldet sich die Kompanie mit „New Works“ zurück im Opernhaus – und Intendant Tamas Detrich zeigt sich bewegt.

Stuttgart - Am 19. Juni (Beginn: 19 Uhr) hat im Opernhaus Stuttgart der Ballettabend „New Works“ Premiere – mit Stücken der früheren Haus-Choreografen William Forsythe, Christian Spuck und Marco Goecke sowie von Edward Clug. Erstmals seit 16 Monaten tanzt das Stuttgarter Ballett wieder vor Publikum im Opernhaus – Ballettintendant Tamas Detrich zeigt sich bewegt.

 

Nichts ersetzt das Live-Gefühl

Herr Detrich, Ballett ist eine Kunst im Raum, eine Kunst, die sich innerhalb des Raums entwickelt. Lange mussten Sie jedoch für Kameras denken. Was gewinnt das Stuttgarter Ballett mit der Premiere am 19. Juni zurück?

Wir erobern unseren Raum – das Opernhaus – als Ort der Begegnung zwischen Publikum und Tänzern endlich zurück! Denn für beide Seiten gilt: nichts ersetzt das Gefühl live dabei zu sein!

Jede Aufführung ist kostbar

Ihre Tänzerinnen und Tänzer haben ungeachtet des durchgängig gehaltenen Trainingsniveaus sehr viel experimentiert. Bringt jede und jeder also vielleicht etwas für sich Neues mit?

In der Zeit, die wir hoffentlich hinter uns haben, war das Gefühl der Leere am schlimmsten – vor allem für die Tänzerinnen und Tänzer. Was auf die Kompanie also vor allem wirkt ist das Bewusstsein, wie kostbar jede Aufführung vor Publikum ist und wie lebensnotwendig der Austausch mit einem Publikum ist.

„Highlight der Spielzeit“

Für Sie selbst war und ist das Publikum ungeheuer wichtig. Wie aufgeregt sind Sie selbst denn eigentlich vor dieser Premiere der sicher anderen Art?

Mein Herz klopft jetzt schon, wenn ich an die Premiere denke. Es wird das große Highlight der Spielzeit für uns sein und unserem großen Jubiläum des 60-jährigen Bestehens würdig!