Kleine Kinder verweigern das Essen, indem sie den Kopf zur Seite drehen – und legen damit den Grundstein für das spätere Kopfschütteln. Foto: imago//Jose Luis CARRASCOSA

Manche Gesten bedeuten in anderen Ländern völlig gegensätzliche Dinge. Doch Kopfschütteln heißt fast überall „Nein“. Ein Stuttgarter Forscher erklärt, warum schon Kleinkinder den Kopf schütteln und was Darwin damit zu tun hat.

Stuttgart - Es gibt Gesten, die sollte man im Ausland tunlichst vermeiden, um nicht in ein Fettnäpfchen zu treten. „Daumen hoch“ ist zum Beispiel in Australien und Teilen von Afrika und Asien kein Zeichen der Zustimmung, sondern eine Beleidigung. Auch umgekehrt kommt es leicht zu Missverständnissen: Sich mit dem Zeigefinger an die Schläfe zu tippen bedeutet hierzulande, jemandem den Vogel zu zeigen – in den USA signalisiert es dagegen ein cleveres Köpfchen. Je nach Kultur und Sprache haben viele Gesten völlig unterschiedliche Bedeutungen, doch einige wenige gelten als universell, werden also von fast allen Kulturen gleich verstanden. Dazu gehört das Kopfschütteln: Eine Bewegung, die überall auf der Welt Nein bedeutet – mit wenigen Ausnahmen.

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