Kickers-Trainer Tomislav Stipic hofft auf die Fortsetzung des Aufwärtstrend in Cottbus. Foto: Baumann

Niederlagenserie von 15 Spielen durchbrochen, zwei Spieler aus der Mannschaft der Stuttgarter Kickers aussortiert – für Trainer Tomislav Stipic beginnt mit der Drittliga-Partie beim FC Energie Cottbus eine neue Zeitrechnung.

Stuttgart - Niederlagenserie von 15 Spielen durchbrochen, zwei Spieler aus der Mannschaft der Stuttgarter Kickers aussortiert – für Trainer Tomislav Stipic beginnt mit der Drittliga-Partie beim FC Energie Cottbus an diesem Samstag (14 Uhr) eine neue Zeitrechnung. Alles steht auf null im Kampf um den Klassenverbleib, der Coach weigert sich beharrlich, den Blick nach hinten zu wenden – sämtliche Fragen, die darauf abzielten, ein wenig mehr Erkenntnisse über die Suspendierung von Enzo Marchese und Gerrit Müller zu bekommen, mündeten in Antworten aus Worthülsen. „Es geht hier nicht um Spieler oder den Trainer – es geht allein um die Kickers“, sagte Stipic mehrfach, „alle müssen sich dem großen Ziel unterordnen.“ Auch die Frage, ob mit weiteren Verbannungen von nicht teamfähigen Profis in die U 23 zu rechnen sei, blieb offen. Die Devise: Thema aussitzen.

Für das Spiel in Cottbus, wo die Blauen noch nie gewonnen haben, wünscht sich der Coach, dass die Kickers so geschlossen auftreten wie die Basketballer der MHP Riesen Ludwigsburg im Eurocup gegen St. Petersburg: „Ich habe das Spiel live gesehen und war begeistert vom Teamgeist.“ Immerhin kehren Marc Stein und Sandrino Braun (überstandene Verletzungen) sowie Manuel Bihr (abgesessene Gelbsperre) zurück – ­jedoch lässt Stipic offen, ob oder wie er die Defensive umbaut. „Ich habe mehrere Optionen“, erklärt er und bleibt damit seiner Linie treu, mit vielen Worten wenig zu sagen. Das ist Fußball – da liegt die Antwort bekanntlich auf dem Platz. Wenn die Blauen mit einem Sieg aus Cottbus heimkehren, hat Stipic nicht alles, aber bestimmt vieles ­richtig gemacht.