Die Stuttgarter Kickers betreiben einen hohen Aufwand, vergeben viele Chancen, gewinnen aber gegen den FC-Astoria Walldorf verdient mit 1:0. Wir präsentieren die Stimmen der Beteiligten.
Mit dem dritten Heimsieg mit einem Tor Unterschied verteidigen die Stuttgarter Kickers ihre Tabellenführung in der Regionalliga Südwest. Nach dem 1:0 (1:0) gegen den FC-Astoria Walldorf hätten sich die Beteiligten von den Blauen eine effizientere Chancenverwertung gewünscht.
Kickers-Trainer Marco Wildersinn: „Das war ein hartes Stück Arbeit bei sehr hohen Temperaturen. In der ersten Halbzeit haben wir uns gut durchkombiniert, was gefehlt hat, war die Ruhe und Präzision im letzten Drittel beim Abschluss. Unser Torschütze Nevio Schembri hat sich den Einsatz über Wochen hinweg verdient und sich belohnt für seinen ersten guten Auftritt von Anfang an. Gut war auch, dass wir uns zu elft gegen alle Widerstände gewehrt haben. Zudem hatten wir auch sehr gute Impulse von den Spielern, die von der Bank kamen. Alles war aber nicht gut, wir haben in vielen Bereichen Steigerungsmöglichkeiten. Am Freitag in Göppingen wird es heiß hergehen. Der Aufsteiger wird uns alles abverlangen. Aber wir wollen natürlich versuchen, unseren ersten Auswärtssieg einzufahren.“
Walldorfs Trainer Matthias Born: „Wir sind dem 0:1 nach der Pause hinterhergelaufen. Wir hatten 120 Pokalminuten in den Knochen und acht Spieler in der Anfangself, die aus unserer eigenen Jugend kommen. Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Das war ein gutes Spiel.“
Kickers-Präsident Rainer Lorz: „Wir müssen früher das Tor machen, dann wird das ein viel einfacheres Spiel. Wir haben einen qualitativ starken Kader, der uns mehr Möglichkeiten gibt als in der vergangenen Saison.“
Kickers-Spieler Dennis de Sousa: „Das war ein gutes Spiel von uns, wir hatten die Spielkontrolle, haben einen hohen läuferischen Aufwand betrieben, hätten zwei, drei Tore mehr machen müssen, aber letztendlich zählen die drei Punkte. In der Aufstiegssaison mit dem SSV Ulm 1846 lief es ähnlich, wir haben damals viele Spiele mit 1:0 gewonnen. Dass ich heute nicht im Kader stand, zeigt die Qualität in der Breite, die wir haben. Jeder erhält seine Chance und bekommt das Vertrauen.“
„Es fehlte die Zielstrebigkeit“
Kickers-Spieler Lukas Kiefer: „Wir hätten es uns mit einer 2:0-Führung einfacher machen können. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, am Ende fehlte die Zielstrebigkeit.“
Kickers-Spieler Brian Behrendt: „Wir konnten hinten raus zulegen, das zeigt, wie fit wir sind. Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt als in Gießen, darauf lässt sich aufbauen. Das Derby in Göppingen, denke ich, ist für die Region und unsere Fans etwas Besonderes, für uns Spieler eine normale, schwere Aufgabe.“
Kickers-Spieler Nico Blank: „Diese heißen 90 Minuten haben uns alle sehr geschlaucht. Wir haben alles rausgehauen. Kompliment an unser Team und unsere Fans im B-Block, die uns permanent angefeuert haben. Wir hätten den Sack einfach früher zumachen müssen.“
Kickers-Spieler Per Lockl: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und hätten früher ein Tor machen müssen, uns überhaupt für den Aufwand mehr belohnen müssen. Walldorf hatte 120 Pokalminuten in den Knochen, da hätten wir es ruhiger, nicht so hektisch zu Ende spielen können. Die Sechser-Position liegt mir durchaus, vor allem bei Borussia Mönchengladbach II habe ich sie öfter gespielt.“
Kickers-Spieler David Tomic: „Wir gehen unseren Weg, auch solche, eher dreckigen 1:0-Siege, geben drei Punkte.“
Kickers-Spieler Meris Skenderovic: „Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin sehr glücklich über die drei Punkte. Schade, dass ich meine zwei Chancen nicht reingemacht habe. Ich bin froh, hier bei den Kickers zu sein, der Kontakt zu Marco Wildersinn ist seit unseren gemeinsamen Hoffenheimer Zeiten nie abgebrochen.“