Trainer Danny Schwarz verpatzte mit Titel-Mitfavorit FC 08 Homburg den Regionalliga-Auftakt. Wie schätzt der ehemalige vfB-Profi die Lage vor dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers ein?
Wie groß der Druck nach der 1:4-Auftaktpleite bei Aufsteiger Eintracht Trier ist? „Ich spüre keinen großen Druck von außen. Den Druck machen wir uns selbst“, antwortet Danny Schwarz, der Trainer des Fußball-Regionalligisten FC 08 Homburg. Am Samstag (14 Uhr/Waldstadion) geht es für ihn und sein Team gegen die Stuttgarter Kickers. Und im Gegensatz zu den Blauen können die Homburger keine zwei Pflichtspielsiege in Serie vorweisen.
„Nicht gut genug“
„So läuft das manchmal im Fußball, der Gegner ist euphorisiert unterwegs, geht dann auch schnell mit 2:0 in Führung – wir waren zwar nicht vogelwild, aber am Ende einfach nicht gut genug, das Spiel zu drehen“, sagt Schwarz im Rückblick auf die Eröffnungspartie am ersten Spieltag vor knapp 5000 Zuschauern im Moselstadion.
Rund 3500 Besucher hätte der 49-Jährige bei einem erfolgreichen Start im ersten Heimspiel gegen die Kickers aus Degerloch erwartet. „So aber hat die Euphorie bei uns einen kleinen Dämpfer erhalten“, räumt der ehemalige Profi des VfB Stuttgart ein, der keinen Grund zur Hektik sieht: „Wir müssen cool bleiben, das war das erste Spiel, und wir sind von der Qualität unseres Kaders überzeugt.“
Dass es gegen die Kickers und damit gegen einen der Mitfavoriten um den Titel geht, spielt für ihn weniger eine Rolle: „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe. Aber egal, ob wir gegen Stuttgart oder Villingen spielen – wir wollen unseren ersten Sieg einfahren.“
4157 Zuschauer am 18. Mai
Personell kann der gebürtige Göppinger am zweiten Spieltag aus dem Vollen schöpfen. Zudem hat er gute Erinnerungen an das bisher letzte Duell mit den Blauen: Am 18. Mai vermasselten die Saarländer den Kickers mit ihrem 3:0-Sieg im Saisonfinale vor 4157 Zuschauern die allerletzten Aufstiegshoffnungen.
Jetzt geht es gegen ein neuformiertes Team mit einem neuen Trainer, mit dem Schwarz etwas verbindet: Marco Wildersinn war 2022 sein Nachfolger beim Bayern-Regionalligisten Würzburger Kickers. Ein Wiedersehen beim internationalen Trainerkongress in dieser Woche in Würzburg gab es dagegen nicht: Schwarz war zwar dabei, doch Wildersinn musste seine Teilnahme wegen des WFV-Pokal-Spiel bei FC Esslingen (5:0) absagen.
Von Oktober 2021 bis Februar war Danny Schwarz Trainer bei den Würzburger Kickers.