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Unfallschwerpunkte für Motorradfahrer in Stuttgart und Region Hier sollten Biker langsam fahren

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Die Sonne lacht, Zeit für einen Ausritt mit der Maschine – aber dabei bitte immer vorsichtig fahren. Foto: dpa/Symbolbild

Stuttgart und Region - In Stuttgart und der Region starten die ersten Tage der Motorradsaison. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen können alle Motorradfahrer wieder auf die Straße. Die Polizei warnt allerdings vor Unfällen.

Die Zweiradfahrer satteln ihre heißen Öfen und gehen auf Ausfahrt, sobald das Wetter gut ist. Mit dem Mehr an Motorradfahrern, die unterwegs sind, steigt allerdings auch die Zahl der Unfälle mit Bikern. Wo in Stuttgart und der Region beliebte Motorradstrecken sind, auf denen es öfters zu Unfällen kommt, lesen Sie hier.

Rems-Murr-Kreis

„Bei den meisten Unfällen, in die Motorradfahrer verwickelt sind, werden sie auch verletzt“, weiß Polizeisprecher Holger Bienert vom Polizeipräsidium Aalen, das auch für den Rems-Murr-Kreis zuständig ist. Und ob der Unfall glimpflich oder gar tödlich ausgehe, sei oft nur eine Frage des Zufalls.

Im Rems-Murr-Kreis sind vor allem die Sulzbacher Steige und die Landesstraße 1151 zwischen Schorndorf und Schorndorf-Schlichten bei Motorradfahrern beliebt. „Das sind kurvenreiche Strecken und durch Unfälle am stärksten belastet“, sagt Polizeisprecher Bienert. Gerade zu Beginn der Motorradsaison im Frühling mangele es den Bikern noch an Übung und es käme vermehrt zu Unfällen durch Fahrfehler oder überhöhte Geschwindigkeit. Und Bienert räumt mit einem oft zitierten Vorurteil der Biker auf: „Oft sind zwar die Autofahrer schuld am Unfall, weil sie die Geschwindigkeit der Motorradfahrer falsch einschätzen, aber mehr als die Hälfte der Unfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt sind, geht auf das Konto der Zweiradfahrer.“ Speziell am Anfang der Saison sollten die Biker defensiv fahren, um Unfälle zu vermeiden. Die Polizei ihrerseits kontrolliert die bekannten Strecken, um Unfall-Prophylaxe zu betreiben.

Kreise Esslingen und Reutlingen

In den Kreisen Esslingen und Reutlingen haben sich laut der Pressestelle des Polizeipräsidiums Reutlingen die kurvenreichen Albaufstiege als Unfallschwerpunkte herauskristallisiert. Das sind im Landkreis Reutlingen der Bereich um Bad Urach, hier die Landesstraße 245 von Bad Urach-Seeburg nach Bad Urach-Hengen (Fischburgtal), die Bundesstraße 465 (Seeburger Steige) von Bad Urach nach Münsingen sowie die Landesstraße 230 zwischen Münsingen und Böttingen sowie von Münsingen nach Magolsheim. Auch auf der Kreisstraße 6769 zwischen Münsingen-Buttenhausen und Hayingen komme es immer wieder zu Unfällen mit Motorradfahrern. Im Kreis Esslingen sind die Kreisstraße 1262 zwischen Beuren und Erkenbrechtsweiler (Beurener Steige) und die Landesstraße 1212 zwischen Lenningen-Schopfloch und Weilheim-Hepsisau (Schopflocher Steige) sowie die Bundesstraße 465 zwischen Lenningen-Gutenberg und Römerstein beziehungsweise Donnstetten Unfallschwerpunkte.

Kreis Göppingen

Die Polizei im Kreis Göppingen möchte verhindern, dass einzelne Strecken als gefährlicher als andere angesehen werden. Nichtsdestotrotz würden aber insbesondere die Albaufstiege wie die Buttersteige oder die Gammelshauser Steige eine Gefahr für die Biker darstellen. Am unfallträchtigsten, so ein Sprecher der Polizei aus dem Kreis Göppingen, sei jedoch die Landesstraße 1075 von Göppingen nach Hohenstauffen. Aufgrund ihrer zahlreichen Kurven werde die Strecke oftmals unterschätzt. Nicht immer aber sind Motorradunfälle dem Sprecher zufolge auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen: „Wie bei allen anderen Verkehrsunfällen auch, ist die Ursache oft auch von anderen Widrigkeiten abhängig.“

Kreise Ludwigsburg und Böblingen

In den Kreisen Böblingen und Ludwigsburg sind Motorradunfälle laut eines Polizeisprechers im Großen und Ganzen kein großes Thema – aus einem ganz einfachen Grund: „Wir haben keine Raserstrecken.“ Beliebt sei bei Motorradfahrern allerdings der Bereich um das Restaurant Glemseck und die dortige ehemalige Rennstrecke bei Leonberg, wo auch regelmäßig Biker-Treffs stattfinden. Die kurvige Strecke dort sei besonders attraktiv für Zweiradfahrer. „Sie ist aber nicht über Gebühr unfallträchtig“, sagte der Polizeisprecher.

Kreis Stuttgart

Lange überlegen, welche Strecken Unfallschwerpunkte sind, muss auch die Polizei in Stuttgart. Ein Sprecher kommt zu dem Schluss, dass Biker eher außerhalb von Stuttgart ihre Routen finden – schließlich sei beispielsweise die Neue Weinsteige zwar eine kurvige Strecke, doch da sei meistens so viel Autoverkehr, dass das Fahren dort wenig Spaß mache. Richtige Steigen hat die Landeshauptstadt bekannterweise nicht zu bieten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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