Die Theodor-Heuss-Straße wird am Mittwoch vollends zur Sperrzone, auch für den Lieferverkehr. Foto: Leif Piechowski

Das Festival der Deutschen Einheit erreicht verkehrstechnisch seinen Höhepunkt: Die Theodor-Heuss-Straße wird am Mittwoch vollends zur Sperrzone, auch für den Lieferverkehr.

Stuttgart - Das Festival der Deutschen Einheit erreicht verkehrstechnisch seinen Höhepunkt: Die Theodor-Heuss-Straße wird an diesem Mittwoch vollends zur Sperrzone, auch für den Lieferverkehr. Die Absperrung beginnt bereits an der Schellingstraße, das andere Ende liegt an der Paulinenstraße. Die Kronprinzstraße ist abgehängt. Für Autofahrer heißt das: Der Stadtkern sollte noch weiträumiger umfahren werden. In der Innenstadt werden für den 2. und 3. Oktober 400.000 Besucher erwartet.

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Verkehr – weniger ist mehr. Autofahrer sind lernfähig: Der Verkehr auf der seit Montag gültigen Umleitung westlich des Cityrings lief am Dienstag deutlich flüssiger. „Die Autofahrer haben sich drauf eingestellt, es waren weniger Autos unterwegs“, heißt es in der Integrierten Verkehrsleitzentrale. Am Vortag hatte es im Feierabendverkehr lange Blechkolonnen vor dem Planietunnel Richtung Charlottenplatz gegeben. Ein Flaschenhals angesichts zweier Umleitungsstrecken, die dort zusammenkommen. Es kommt noch dicker: Am heutigen Mittwoch wird der Planietunnel von 20 Uhr an in Richtung Hauptbahnhof gesperrt. Am Feiertag ist von 6 bis 13 Uhr Totalsperrung.

Nicht alle Fahrgäste fühlten sich indes gut informiert

Bus – nicht ohne Verdruss. Auch der Linienbus-Verkehr der Stuttgarter Straßenbahnen in der Innenstadt lief am Dienstag pünktlicher als noch am Vortag. „Am Montag fuhren die Busse auf den Ausweichrouten bis zu 20 Minuten Verspätung ein“, so die Bilanz in der Integrierten Verkehrsleitzentrale, „am Dienstag waren es maximal acht Minuten.“ Fest-Besucher, die vom Auto auf den Bus umsteigen, sollten also auch hier mit Behinderungen rechnen. Der 15-Minuten-Takt, der am Feiertag 3. Oktober auf den Buslinien 40, 42, 43 und 44 bis Betriebsschluss ausgeweitet werden soll, ist also relativ. Die Buslinie 42 hält wegen der Sperrungen an beiden Tagen bereits am Charlottenplatz. Die Linie 43 wird am Rotebühlplatz umgeleitet.

Nicht alle Fahrgäste fühlten sich indes gut informiert. So mancher vermisste eine Durchsage des Busfahrers, ehe er – für manchen Gewohnheitsfahrgast überraschend – auf die Umleitungsstrecke abbog. „Sonst hätte man ja wenigstens eine Haltestelle vorher aussteigen können“, meinte ein Betroffener.

Besondere Herausforderung für Schienenverkehr

Bahn – hoffentlich nach Plan. Anders als an den Feiertagen Ostern oder Weihnachten bietet der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) zur Deutschen Einheit keinen Sondertarif. Eine Premiere ist lediglich, dass für zwölf Euro im Bosch-Parkhaus am Flughafen geparkt werden kann und der Parkschein als VVS-Tagesticket für fünf Personen gilt.

S-Bahn und Stadtbahnen sollen an beiden Tagen so oft und so lang wie möglich rollen. Die S-Bahn fährt die ganze Nacht durch – wie an Wochenenden. Am heutigen Mittwoch sind die Stadtbahnlinien alle zehn statt 15 Minuten unterwegs – die Linie U 8 ausgenommen. Zusätzlich werden auf den Linien U 6 und U 7 bis Betriebsschluss Doppel-Züge eingesetzt. Am Feiertag des 3. Oktober fahren die gelben Stadtbahnen nach dem Samstagsfahrplan, also im Zehn-Minuten-Takt.

Für den Schienenverkehr sind diese Tage eine besondere Herausforderung – das Cannstatter Volksfest gibt es ja auch noch. Die Stadtbahn-Sonderlinie U 11 zum Cannstatter Wasen verkehrt an beiden Tagen in einem 7,5 Minuten-Takt zwischen Hauptbahnhof über Rotebühlplatz, Charlottenplatz und Cannstatter Wasen. Dort wird noch gefeiert, wenn das Bürgerfest längst beendet ist. Auch für die Autofahrer ist nicht so schnell Alltag: Die Umleitungen in der City sind noch bis Sonntag notwendig.

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