Das Stuttgarter Sommerfest im Jahr 2011. Foto: Leif Piechowski

In der Zeltstadt rund um Schlossplatz und Eckensee werden bis Sonntag 500.000 Gäste erwartet.

Stuttgart - Ja, ist denn schon wieder ­Sommerfest? Noch vor ein paar Tagen weckten ein paar weiße Zelte im Schlossgarten hoffnungsvolle, aber verfrühte Erwartungen. Denn sie waren nur zu Ehren von Don Giovanni und der Gäste des Frauenverführers und Opernhelden aufgebaut. Doch jetzt folgt dem Vorgeschmack der volle Genuss: Die weißen Zelte stehen bereit, mehr als zwanzig renommierte Gastronomen warten auf die Gäste, und Andreas Kroll, Geschäftsführer des Veranstalters in.Stuttgart, verspricht: Beim 22. Sommerfest erwartet die Gäste wie gewohnt ein erstklassiges ­Angebot mit einigen Neuigkeiten.

Wo findet das Fest statt?
Märchenhaft schön spiegelt sich nachts das illuminierte Opernhaus im Eckensee. Doch das ist nur ein Teil der zauberhaften Kulisse, die das Sommerfest, eingerahmt von Altem und Neuem Schloss, Kunstmuseum und Kunstgebäude, zu einer perfekten Inszenierung macht. Denn Schlossplatz und Schlossgarten sind die Schauplätze dieses attraktiven Fests, das in der ganzen Republik seinesgleichen sucht und seit nun 22 Jahren jeweils eine halbe Million Besucher aus Stadt, ­Region und noch weit darüber hinaus ­anzieht.

Wann darf gefeiert werden?
Big-Party-Time ist vom 2. bis zum 5. ­August, für Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag sollte man sich erst gar nichts anderes vornehmen. Am Donnerstag trifft sich schon fast traditionell ganz Stuttgart beim Fest, man plaudert, flaniert und genießt entspannt, dass man sich üblicherweise noch nicht durch atemberaubendes Gedränge kämpfen muss. „Der Donnerstag ist einer der besten und wichtigsten Tage“, stellte jetzt wieder Marcus Christen von in.Stuttgart fest. Daher hätten die Gastronomen immer wieder nachgehakt, ob und warum das Fest erst um 17 Uhr eröffnet werden dürfe und man viele Gäste im Laufe des Tages enttäuscht fortschicken müsse. Jetzt hatte der Veranstalter ein Einsehen, und das Fest findet am Donnerstag von 11 bis 24 Uhr, am Freitag und Samstag von 11 bis 2 Uhr und am Sonntag von 11 bis 23 Uhr statt.

Was bieten die Wirte?
Kulinarisches vom Feinsten, von schwäbisch bis international. Denn ob die Gastronomen alte Hasen auf diesem gemähten Wiesle sind oder zum ersten Mal ihren Auftritt haben: Sie strengen sich mächtig an, denn das Sommerfest ist für sie immer eine gute Möglichkeit, sich und ihr Angebot einem breiten Publikum zu präsentieren. Auf den Speisekarten findet man zarte Rindersteaks mit Ofenkartoffeln ebenso wie Spanferkel vom Grill, Salate mit Garnelen, Ananas und Chilibutter oder beliebte Klassiker von hier wie Maultaschen und Schweinebraten. Und zum Nachtisch darf’s ein Bockbier-Panna-Cotta mit eingelegten Sommerbeeren und Sauercreme sein. Für alle, die sich nicht für (auch preislich) aufwendige Menüs in einem Zelt niederlassen wollen, wird der elsässische Flammkuchen in vielen Variationen sicher wieder Favorit sein.

Was löscht den Durst?
Das Bier der Brauerei Dinkelacker, von ­Anfang an auf dem Sommerfest dabei, fließt aus 75 Schankstellen. Champagner und Prosecco dürfen nicht fehlen, Weine, Wasser und Säfte gehören selbstverständlich zum Angebot, und bei den Cocktails sind die Barkeeper auf alle Wünsche von Caipirinha bis zu den aktuellen Sommerhits unter den Drinks, Hugo’s und Sprizz, eingerichtet.

Was läuft auf den Bühnen?
Musik auf allen Wegen heißt das Motto beim Sommerfest. Nicht nur von den Bands, die viele Gastronomen engagieren, sondern vor allem von den fünf Bühnen am Eingang zum Schauspielhaus, im Musikpavillon am Schlossplatz, der Treppe am Opernhaus und den Treppen des Neuen Schlosses zum Schlossplatz und zum Eckensee. Er bekomme jedes Jahr an die 300 Bewerbungen von Bands, erzählt der Veranstalter, der bei der Auswahl aus dem Vollen schöpfen kann. Daher sind neben bekannten Gruppen wie About Schmidt oder Wirtschaftswunder auch wieder neue Gesichter und Sounds dabei.

Wie wird das Wetter?
Hoffentlich gut. Denn die Wirte, so Marcus Christen, verkraften zwar einen Regentag, wenn aber zwei Tage ins Wasser fallen, zahlen sie buchstäblich drauf, weil der Aufwand mindestens fünfstellig ist. Was auch schon verschiedene Gastronomen für immer vom Sommerfest vertrieben hat. Man steckt halt in unseren Breiten nicht drin im Wetter.

Wie kommt man zum Fest?
Am besten mit dem öffentlichen Nahverkehr. Alle Stadtbahn-Linien außer U 5 und U 12 verkehren bis Betriebsschluss im 15-Minuten-Takt. Die Linien U 6 und U 7 fahren ganztägig bis Betriebsschluss als ­Doppelzug.

Mehr Infos zum Stuttgarter Sommerfest finden Sie hier.

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