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Stuttgart Arbeitsmarkt liefert gute Zahlen

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Die Zahl der Arbeitsstellen in Stuttgart ist gestiegen. Foto: Agentur für Arbeit

Stuttgart - Der Arbeitsmarkt in der Landeshauptstadt hat sich seit 2007 deutlich erholt. Zur Jahresmitte 2013 waren in Stuttgart 368 580 Menschen in sozialversicherungspflichtigen Jobs. Im Juni 2007 zählte die Agentur für Arbeit nur 340 581 derartige Stellen.

Die steigenden Beschäftigtenzahlen – allein seit 2010 kamen rund 24.000 derartige Stellen dazu – dürften den Blick auf die vor allem für ungelernte Kräfte anhaltenden Probleme am Arbeitsmarkt nicht verstellen, sagte Petra Cravaack vor dem Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats.

Cravaack (59) leitet seit Herbst 2012 die Stuttgarter Agentur. Die steigenden Beschäftigtenzahlen ergäben sich nicht vornehmlich daraus, dass Arbeitslose wieder eine Stelle gefunden hätten. Die Agentur hat festgestellt, dass viele Beschäftigte später in Rente gehen, also länger und auch über das 65. Lebensjahr hinaus arbeiten. Außerdem hätten die Firmen eine „stille Reserve“ gehoben: Immer mehr Frauen haben eine sozialversicherungspflichtige Arbeit. 2007 waren es 152.144, im Juni 2013 dann 169.978.

Problematisch ist nach wie vor die Lage der ungelernten Kräfte, die keinen Abschluss vorweisen können. Nur elf Prozent der Beschäftigten gehören zur Gruppe der Helfer, bei den Arbeitslosen (zum Jahresende 2013 genau 14.922) machen sie mit 6298 aber rund 40 Prozent aus. Man habe 2013 zahllose Gespräche mit unter 35-Jährigen geführt, die keinen Ausbildungsabschuss vorweisen könnten, um Qualifizierung anzubieten, so Cravaack. Eine Hürde bilde nach wie vor für viele Ausländer die Sprache, also zu geringe Deutschkenntnisse. Zudem haben viele Ungelernte das Problem, dass sie die Ausbildung nicht einfach nachholen können, weil in dieser Zeit das bisherige Einkommen aus der Hilfstätigkeit fehlt. Möglicherweise könnte es aber bald eine Initiative des Bundes geben, mit der die Gruppe finanziell unterstützt werden könnte.

2013 war die Zahl der im verarbeitenden Gewerbe Beschäftigten (56.444) erstmals niedriger als die der bei Freiberuflern oder wissenschaftlichen und technischen Dienstleistern angestellten Menschen (56.777). Ein Grund für die Entwicklung ist auch der Wegzug von Firmen, weil der Stadt Gewerbeflächen fehlen. Alle Fraktionen und Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) betonten, dass den Produktionsbetrieben bei der Entwicklung von Gewerbegebieten verstärkte Aufmerksamkeit zukommen müsse. Sie sorgten für die hohe Wertschöpfung. Die ist auch ablesbar am Bruttomonatsverdienst, der in Stuttgart bei 3896, im Land bei 3197 und im Bund bei 2888 Euro liegt.

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