Ein umgestürzter Baum lag im Stadtgebiet von Villingen-Schwenningen über der kompletten Fahrbahn und dem Gehweg. Foto: Marc Eich

Sturmtief „Joshua“ hat am Donnerstagabend mit Böen von teils über 100 km/h in der Region gewütet. Die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.

Am Donnerstag fegte Sturmtief „Joshua“ über die Region hinweg und sorgte vielerorts für umgestürzte Bäume, blockierte Straßen und sorgte für kleinere Überschwemmungen.

 

Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor schweren Sturmböen gewarnt – in exponierten Lagen wurden Böen von bis zu 130 km/h erwartet. Besonders betroffen waren Gebiete im Schwarzwald und im südlichen Baden-Württemberg, wo Feuerwehr und Technische Dienste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken mussten.

Wir geben einen Überblick über die Schäden von Sturm „Joshua“ in der Region.

Schwarzwald-Baar-Kreis

In Villingen-Schwenningen und Umgebung kam es zu einer ganzen Reihe von Zwischenfällen. Auf der Gottlieb-Daimler-Straße blockierte ein umgestürzter Baum den Verkehr, während zwischen Pfaffenweiler und Tannheim eine überflutete Landstraße vorübergehend gesperrt werden musste. Auch auf der B 27 behinderten herabgestürzte Äste und Stämme den Verkehr. Die Feuerwehr Villingen-Schwenningen war an mehreren Orten gleichzeitig im Einsatz.

Ein umgestürzter Baum hatte in Furtwangen eine Stromleitung mitgerissen. Foto: Cornelia Spitz

Besonders heikel wurde die Lage auf der B 500 zwischen Furtwangen und Neukirch: Dort riss ein umgestürzter Baum eine Stromleitung mit, weshalb die Straße komplett gesperrt und der Busverkehr unterbrochen werden musste.

Kreis Rottweil

Auch im Kreis Rottweil hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Sturmböen fegten in Rottweil Mülltonnen über die Straßen und verteilten deren Inhalt in ganzen Wohnvierteln.

Immer wieder blockierten umgestürzte Äste Fahrbahnen, während Polizei und Feuerwehr zahlreiche kleinere Gefahrenstellen absicherten. Schwere Schäden blieben aber auch hier aus.

Quer über die Rottweiler Königstraße hinweg war der Müll verteilt. Foto: Siegmeier

In Schiltach kam es zu besonders gefährlichen Situationen: Eine entwurzelte, stark mit Efeu bewachsene Birke fiel auf eine Stromleitung und drohte, auf den Hauseingang einer Anwohnerin zu stürzen. Die Feuerwehr sicherte den Baum mit Stahlseilen und zersägte ihn anschließend. Außerdem mussten die Einsatzkräfte einer Rollstuhlfahrerin helfen, die wegen Hochwassers in Not geraten war.

Zollernalbkreis

Im Raum Albstadt stürzten auf der B 463 mehrere Bäume auf die Fahrbahn, wodurch sich der Verkehr gegen Abend zeitweise staute. Auch hier waren Feuerwehr und Straßenmeisterei im Dauereinsatz, um die Straßen schnell wieder freizuräumen.

Ortenaukreis

Weiter westlich, in Lahr, sorgte der Sturm sogar in der Innenstadt für Aufsehen: In der Fußgängerzone lösten sich Teile einer Gebäudefassade und fielen auf den Gehweg. Verletzt wurde niemand. Ein aufmerksamer Passant legte einen herabgestürzten Ast so zur Seite, dass Fußgänger die Gefahrenstelle sicher umgehen konnten, bis die Feuerwehr eintraf.

Im Kinzigtal führte das Sturmtief zu zahlreichen Stromausfällen. Sowohl Hornberg und Wolfach, als auch Hausach und Mühlenbach waren betroffen. Bei Letzteren war der Grund für den Stromausfall ein Baum, der durch den Sturm auf die Freileitung gefallen war.

Insgesamt zeigt sich ein klares Muster: Der Sturm verursachte zwar keine großflächigen Katastrophen, führte aber in vielen Gemeinden zu dutzenden Einzelereignissen – vor allem durch entwurzelte Bäume, herabfallende Äste und lose Gebäudeteile. Auch Stromleitungen und Verkehrswege waren besonders anfällig. Trotz der Vielzahl an Einsätzen blieb es jedoch bei Sachschäden, Verletzte wurden bislang keine gemeldet.