Nach kurzem Zwischenstopp bei seinem Stammverein geht es für Jovan Milosevic von Partizan Belgrad zu Werder Bremen. Das sagt VfB-Trainer Sebastian Hoeneß dazu.
Spätestens seit vergangenem Samstag kann sich Sebastian Hoeneß sicher sein: Auf seinen derzeitigen Top-Stürmer ist auch im neuen Jahr Verlass. Ein Tor und zwei Vorlagen steuerte Deniz Undav zum fulminanten 4:1-Sieg des VfB Stuttgart bei Bayer Leverkusen bei. Der 29-Jährige ist weiter im Flow. Dass Ermedin Demirovic nach dreimonatiger Verletzungspause angesichts vieler bevorstehender englischer Wochen sein Comeback feiern konnte, tat sein Übriges, etwaige Sorgen im VfB-Angriff zu lindern. Und dann gibt es ja auch noch Neuzugang Jeremy Arévalo.
„Er hat gute Chancen, dort zu spielen“
Insofern kam es wenig überraschend, dass ein weiteres Bestandteil des VfB-Angriffs nach kurzem Zwischenstopp in Stuttgart gleich den Weiterflug gemacht hat. Jovan Milosevic geht von einer Leihstation (Partizan Belgrad) zur nächsten: Werder Bremen sichert sich für das kommende halbe Jahr die Dienste des 20-Jährigen. Als Leihgebühr steht ein mittlerer sechsstelliger Betrag im Raum.
Vor dem Heimspiel des VfB gegen Eintracht Frankfurt am Dienstag (18.30 Uhr) lieferte Trainer Sebastian Hoeneß eine nachvollziehbare Erklärung für den Schritt. „Er hat gute Chancen, dort zu spielen“, sagte Hoeneß angesichts der Bremer Offensiv-Schwäche. „Ich weiß nicht, ob die Chancen bei uns so groß gewesen wären, weil wir im Angriff quantitativ wie auch qualitativ was zu bieten haben.“ 29 Stuttgarter Treffern stehen nur 18 der Bremer gegenüber.
Milosevic wird also ab sofort an der Weser auf Torejagd gehen, vielleicht schon am Dienstag (20.30 Uhr) in Dortmund. Was Hoeneß begrüßt. „Ich denke, es ist für alle Seiten ein guter Deal und glaube, dass Jova auch in der Bundesliga direkt bestehen kann. Wir freuen uns, dass er sich dort beweisen kann und wir das beobachten können. In einem halben Jahr können wir dann überlegen, wie der nächste Schritt aussehen kann.“
Hoeneß will den Stürmer genau beobachten
Tatsächlich taugt die Bundesliga als Bühne besser für die Vergleichbarkeit als die erste serbische Liga. Zwar hat der Serbe Partizan Belgrad mit 19 Toren in 30 Pflichtspielen an die Tabellenspitze geschossen und vom „besten Jahr meines Lebens“ gesprochen. Doch es ist eben „nur“ die serbische Liga. Insofern werden sie beim VfB in den kommenden Monaten vermehrt den Blick nach Bremen richten.
Dass die Stuttgarter das Stürmer-Talent keinesfalls abgeschrieben haben, beweist Zweierlei: Für den Bundesliga-Konkurrenten gibt es keine Kaufoption. Zugleich wurde der Vertrag mit dem 20-Jährigen um zwei Jahre bis 2029 verlängert.