Bundestrainer Julian Nagelsmann (3. v. li.) und VfB-Stürmer Deniz Undav (2. v. li.). Foto: IMAGO/Michael Weber

Zum Auftakt der Vorbereitung auf die Fußball-WM hat sich der Bundestrainer Julian Nagelsmann auch zu Deniz Undav vom VfB Stuttgart geäußert.

Was Julian Nagelsmann von Deniz Undav nun genau hält, war zuletzt ja eher schwer einzuschätzen. Im März hatte der Bundestrainer den Stürmer des VfB Stuttgart noch öffentlich kritisiert. Im Rahmen der Nominierung des WM-Kaders rühmte Nagelsmann den 29-Jährigen in einem Video dann als tollen Torjäger. Wo also liegt die Wahrheit in der Einschätzung?

 

Am Mittwoch gab es in Herzogenaurach den nächsten Versuch Nagelsmanns, Undav einzuordnen. Vor allem sportlich. Denn die Frage ist ja auch, auf welcher Position der Bundestrainer den Instinktkicker Undav eigentlich sieht.

Festlegen wollte sich der Coach dabei nicht – und meinte, dass dies wohl auch im Sinne des Angreifers sei. „Das Gute ist, dass er beide Positionen spielen kann“, sagte Nagelsmann zur Frage, ob er Undav eher als Spitze oder als Zehner sehe. Beide Rollen würde er speziell interpretieren, sei damit unberechenbar.

Als Stürmer habe er einen „guten Abschluss“ mit einer „guten Präzision“. Als Mann hinter einer zentralen Spitze sei Undav aber auch „ein guter Assist-Geber“. Am Ende legte sich Julian Nagelsmann darauf fest, sich nicht festzulegen. Offen ist daher auch, ob der treffsicherste deutsche Stürmer der abgelaufenen Saison ein Startelfkandidat sein kann. Im März hatte Nagelsmann dem Offensivmann in seinen mittlerweile viel zitierten Rollengesprächen die Jokerrolle zugedacht.

Deniz Undav hatte nach dem Länderspiel in Stuttgart gegen Ghana die Hoffnung geäußert, dass sich daran ja noch etwas ändern könne. Das lehnte Nagelsmann damals ab. Nun erklärte der Bundestrainer jedoch, die Rollengespräche hätten den Stand im März wiedergegeben.