Zuletzt gehörte der 21-Jährige nicht mehr zum Spieltagskader des Bundesligisten. Nun äußert sich der Trainer Sebastian Hoeneß über die Gründe.
Badredine Bouanani hat zuletzt gut trainiert. Sagt Chefcoach Sebastian Hoeneß. Der Offensivspieler dribbelt dann elegant an den Verteidigern vorbei und sucht in den Übungseinheiten den Abschluss mit dem linken Fuß. Das sind seine Stärken. Dennoch kann es für den talentierten Algerier wieder so kommen wie in den Vorwochen. Da hat er nicht zum Spieltagskader des VfB Stuttgart gehört. Auch für diesen Sonntag (17.30 Uhr) wird es eng, wenn der Fußball-Bundesligist in München beim FC Bayern antritt.
Bouanani, der im vergangenen Sommer aus Nizza kam, hat sich das sicher anders vorgestellt mit seinen Einsätzen im ersten Jahr beim VfB. 15 Millionen Euro hat er gekostet und anfangs erhielt er noch Spielzeit. Jetzt wartet der 21-Jährige auf eine Chance, um sich wieder im Team des Tabellendritten zu zeigen. Seit dem 1:2 beim FC. St. Pauli Anfang Februar wurde er in der Bundesliga (insgesamt 441 Spielminuten und kein Tor) nicht mehr eingewechselt. Das liegt auch an der Konkurrenzsituation auf den Flügeln. An Jamie Leweling und Chris Führich gibt es kein Vorbeikommen. Zudem fallen seit dem Aus in der Europa League weniger englische Wochen an und international durfte Bouanani recht häufig ran (zehn Einsätze, zwei Tore).
„Es ist eine schwierige Situation für ihn, aber er muss dranbleiben – und das tut er“, sagt Hoeneß, der auf Bouananis junges Alter und den normalen Verlauf mit Aufs und Abs verweist. „Das dürfen wir nicht vergessen“, sagt der Trainer, der über den Härtefall zudem betont: „Er hat bisher auch nicht all zu viele Spiele auf Topniveau absolviert.“ Soll heißen: die Anpassung läuft weiter und der privat zurückhaltende Jungprofi muss konstanter in seinen Leistungen werden. Hoeneß ist sich dennoch sicher, dass der Außenangreifer in Kürze über seine guten Ansätze hinauskommt. Schließlich ist er im Kader für die kommende Saison eingeplant. „Ich gehe davon aus, dass seine Entwicklung schon bald in Einsatzzeit sichtbar wird“, sagt der Trainer.